Team Performance steigern Roman Hymer

Team Performance steigern: Meine Top-Tipps

Willkommen zum Blogartikel, der sich ganz dem Thema Team Performance widmet! Als Führungskraft und Experte für die Entwicklung und Befähigung von High Performance Teams habe ich im Laufe meiner Karriere einige entscheidende Erkenntnisse gesammelt, die ich gerne mit Ihnen teilen möchte. In diesem Artikel werde ich Ihnen meine Top-Tipps vorstellen, wie Sie die Leistung Ihres Teams steigern können und wie Sie ein Umfeld schaffen, das Spitzenleistungen fördert.

Team Performance – 9 Tipps aus der Praxisarbeit

1.) Teampurpose definieren: Definieren Sie den Zweck und die Mission Ihres Teams klar und deutlich. Wenn jedes Mitglied versteht, warum das Team existiert und welchen Beitrag es zur Gesamtorganisation leistet, entsteht eine tiefere Verbindung zum gemeinsamen Ziel.

Mit der Team Canvas Anleitung können Sie die relevanten Punkte beschreiben und visualisieren.

2.) Rollenklarheit sicherstellen: Stellen Sie sicher, dass die Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb des Teams klar definiert sind. Jedes Teammitglied sollte wissen, welche Aufgaben es übernimmt und wie diese zur Erfüllung der Teamziele beitragen. Jeder sollte eine wichtige Aufgabe und Rolle im Team übernehmen.

3.) Klare Ziele setzen: Der erste Schritt zur Steigerung der Team Performance besteht darin, klare und messbare Ziele zu setzen. Wenn jedes Teammitglied weiß, was von ihm erwartet wird und wie sein Beitrag zum Gesamterfolg gemessen wird, entsteht eine klare Ausrichtung und Motivation.

Oft haben Teams keine guten messbaren Ziele – Sie brauchen gute Ziele, um die Team Performance signifikant zu steigern. Aus meiner Sicht ist das ein sehr wichtiger Schritt, der für die komplette Weiterentwicklung eines Teams unabdingbar ist!

4.) Vertrauen und Offenheit fördern: Schaffen Sie ein Umfeld des Vertrauens, in dem Teammitglieder sich sicher fühlen, ihre Gedanken und Ideen zu teilen. Offenheit gegenüber unterschiedlichen Perspektiven und ein respektvoller Umgang miteinander sind entscheidend für eine positive Teamkultur.

5.) Kommunikation fördern: Eine offene und transparente Kommunikation ist entscheidend für den Erfolg eines Teams. Fördern Sie eine Kultur des gegenseitigen Respekts und der konstruktiven Kritik, in der sich jeder sicher fühlt, Ideen zu teilen und Probleme anzusprechen.

6.) Kontinuierliche Weiterentwicklung: Die Entwicklung von High Performance Teams ist ein kontinuierlicher Prozess. Investieren Sie in die Weiterentwicklung der Fähigkeiten und Kompetenzen Ihrer Teammitglieder und schaffen Sie Möglichkeiten für persönliches Wachstum und berufliche Weiterbildung.

7.) Feedback geben und empfangen: Regelmäßiges Feedback ist unerlässlich, um die Leistung kontinuierlich zu verbessern. Geben Sie konstruktives Feedback, das sowohl Lob für gute Leistungen als auch konkrete Hinweise zur Verbesserung enthält. Gleichzeitig sollten Sie offen sein für Feedback von Ihren Teammitgliedern und bereit sein, daraus zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Mit Retrospektiven können Sie dazu den ersten Schritt machen.

8.) Stärken fördern: Identifizieren Sie die individuellen Stärken jedes Teammitglieds und setzen Sie diese gezielt ein. Indem Sie die Stärken jedes Einzelnen stärken und aufeinander abstimmen, können Sie ein leistungsfähiges Team aufbauen, das sich gegenseitig ergänzt und unterstützt.

9.) Teamwork fördern: Last but not least ist Teamwork der Schlüssel zur Leistungsfähigkeit eines Teams. Schaffen Sie ein Umfeld, in dem Zusammenarbeit und Zusammenhalt gefördert werden und stellen Sie sicher, dass jeder im Team sich als wichtigen Teil des Gesamterfolgs fühlt. Organisieren Sie Teamevents und feiern Sie mit dem Team die Erfolge.

Was halten wir fest?

Team Performance steigern | Was halten wir fest
Team Performance steigern | Was halten wir fest

Wenn Sie diese Tipps in die Praxis umsetzen, bin ich davon überzeugt, dass Sie die Leistung Ihres Teams deutlich steigern und ein Umfeld schaffen werden, in dem Spitzenleistungen möglich sind. Team Performance ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter Maßnahmen und einer positiven Teamkultur.

Ich hoffe, dass Ihnen diese Tipps dabei helfen, Ihr Team auf ein neues Leistungsniveau zu bringen und gemeinsam Großes zu erreichen!

Mit der Team Canvas Anleitung zu einem Hochleistungs-Team

Mit der Team Canvas Anleitung zu einem Hochleistungs-Team

Die Zusammensetzung eines erfolgreichen Teams ist keine Zufallsangelegenheit. Es erfordert eine klare Struktur, gemeinsame Ziele, effektive Kommunikation und nicht zuletzt psychologische Sicherheit. Doch wie kann man sicherstellen, dass ein Team all diese Aspekte berücksichtigt und auf dem Weg zur Exzellenz bleibt? Hier kommt die Team Canvas Anleitung von Hymer Acceleration ins Spiel. Dieses visuelle Werkzeug hilft Teams, ihre Ziele zu definieren, Verantwortlichkeiten zuzuweisen und eine positive Teamkultur zu fördern. In diesem Blog-Artikel werde ich die 12 Dimensionen des Canvas erklären und Ihnen zeigen, wie Sie diese sehr hilfreiche Vorlage sinnvoll ausfüllen und für Ihr Team nutzen können.

Warum ist ein Team-Canvas wichtig?

Bevor wir in die Details der 12 Dimensionen eintauchen, werfen wir einen Blick darauf, warum das Team Canvas ein so wichtiger Bestandteil des Teammanagements ist. In unserer heutigen Arbeitswelt, die von Komplexität und ständiger Veränderung geprägt ist, benötigen Teams klare Strukturen und Prozesse, um effektiv zusammenzuarbeiten. Ein Team Canvas bietet diese Struktur, indem es klare Zielsetzungen und Kommunikationswege festlegt, Konflikte minimiert und das Engagement der Teammitglieder fördert. Es schafft Transparenz und die Grundlage für ein effizientes und zufriedenes Team.

Was bedeutet das Wort Canvas?

Das Wort “Canvas” stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt “Leinwand”. Im Kontext des Team Canvas steht die Leinwand metaphorisch für die Fläche, auf der Sie Ihr Teambild malen – ein Bild von Zielen, Verantwortlichkeiten, Werten und vielem mehr. Diese Leinwand dient als visuelles und strukturelles Instrument, um die Teamarbeit zu gestalten und zu optimieren.

Für was benutzt man ein Team Canvas?

Ein Team Canvas wird in erster Linie verwendet, um eine klare Teamstruktur und -kultur zu schaffen. Hier sind einige der wichtigsten Anwendungen:

  • Zielsetzung und Ausrichtung: Ein Team Canvas hilft bei der Definition von klaren Zielen und stellt sicher, dass alle Teammitglieder auf die gleichen Ziele hinarbeiten.
  • Kommunikation und Transparenz: Es fördert eine effektive Kommunikation, indem es die Regeln und Prozesse für Meetings und Entscheidungsfindungen festlegt.
  • Konfliktlösung: Durch die Festlegung von Spielregeln und Ritualen hilft es, Konflikte zu minimieren und sie auf konstruktive Weise zu lösen.
  • Teamkultur: Die Dimensionen des Team Canvas helfen, eine positive Teamkultur zu fördern, die von gemeinsamen Werten und Normen geprägt ist.
  • Leistungsmessung und Verbesserung: Das Team Canvas bietet klare Metriken, um den Erfolg des Teams zu messen und kontinuierliche Verbesserungen vorzunehmen.

Die 12 Dimensionen zum High Performance Team

Team Canvas Hymer Acceleration
zum DOWNLOAD einfach auf das Bild klicken

Schritt 1: Teamzweck – Warum existiert Ihr Team?

Beginnen Sie damit, den Zweck Ihres Teams klar zu definieren. Warum existiert es? Was sind die Hauptziele? Ein klares Verständnis des Teamzwecks wird alle Teammitglieder auf dieselben Ziele ausrichten. Der Teamzweck ist die Richtschnur, die sicherstellt, dass alle Anstrengungen in die gleiche Richtung gehen.

Schritt 2: Teamziele & Erfolgsmetriken – Was sind Ihre Ziele?

Definieren Sie klare Ziele für Ihr Team und die Metriken, um den Erfolg zu messen. Dadurch wird Transparenz geschaffen und alle Teammitglieder wissen, worauf sie hinarbeiten. Die Teamziele sind der Maßstab, an dem der Fortschritt gemessen wird und sie halten das Team auf Kurs.

Schritt 3: Stakeholder und Kunden – Wer sind Ihre Partner und Kunden?

Identifizieren Sie die relevanten Stakeholder und Kunden des Teams. Welche Erwartungen haben sie und wie kann das Team sie erfüllen? Dieser Schritt sorgt dafür, dass das Team die Bedürfnisse der externen Parteien versteht und entsprechend agiert.

Schritt 4: Teamkompetenzen, Rollen & Verantwortung – Wer macht was?

Weisen Sie den Teammitgliedern klare Rollen und Verantwortlichkeiten zu. Identifizieren Sie die Fähigkeiten, die das Team benötigt und sorgen Sie dafür, dass sie gut verteilt sind. Dieser Schritt stellt sicher, dass jedes Teammitglied seine Stärken effektiv einbringen kann und es schafft Klarheit darüber, wer für welche Aufgaben verantwortlich ist. Eine klare Rollenverteilung verhindert Doppelarbeit und Engpässe.

Schritt 5: Spielregeln & Rituale im Team – Wie interagiert Ihr Team?

Legen Sie die Spielregeln und Rituale fest, die die Interaktion im Team steuern. Dies kann von Meeting-Protokollen bis zu Entscheidungsfindungsprozessen reichen. Der Sinn dieser Regeln besteht darin, die Zusammenarbeit zu optimieren, Missverständnisse zu vermeiden und den Teamgeist zu stärken. Rituale, wie regelmäßige Teammeetings, schaffen Vertrauen und fördern den Zusammenhalt.

Schritt 6: Teamwerte & Normen – Welche Werte führt Ihr Team?

Legen Sie gemeinsam Werte und Normen fest, die das Verhalten im Team leiten. Dies schafft eine gesunde Teamkultur und fördert den Respekt unter den Mitgliedern. Die Werte und Normen sind der moralische Kompass des Teams, der sicherstellt, dass alle im Einklang handeln. Klären Sie, welche Prinzipien und Verhaltensweisen im Team geschätzt werden.

Schritt 7: Individuelle Ziele – Wie passen individuelle Ziele ins Team?

Stellen Sie sicher, dass die individuellen Ziele der Teammitglieder mit den Teamzielen im Einklang stehen. Indem Sie individuelle Ambitionen berücksichtigen, erhöhen Sie das Engagement. Dieser Schritt fördert die Motivation und Zufriedenheit der Teammitglieder. Sorgen Sie dafür, dass persönliche Ziele die kollektiven Anstrengungen unterstützen.

Schritt 8: Erwartungen und Bedürfnisse – Was erwarten Teammitglieder?

Ermitteln Sie die Erwartungen und Bedürfnisse jedes Teammitglieds. Klären Sie diese, um sicherzustellen, dass sie erfüllt werden und Konflikte vermieden werden. Offene Kommunikation und das Verständnis der individuellen Erwartungen sind entscheidend, um Missverständnisse zu minimieren. Schaffen Sie Raum für ehrliche Gespräche über Erwartungen und Bedürfnisse.

Schritt 9: Psychologische Sicherheit – Wie schaffen Sie ein offenes Umfeld?

Schaffen Sie ein Umfeld, in dem Teammitglieder sich sicher fühlen, Ideen und Bedenken zu äußern, ohne Angst vor negativen Konsequenzen. Offene Kommunikation fördert die Innovation und Zusammenarbeit. Dieser Schritt betont die Bedeutung von Vertrauen und Offenheit im Team.

Schritt 10: Ressourcen und Unterstützung – Welche Ressourcen sind notwendig?

Bestimmen Sie die Ressourcen, die das Team benötigt, um erfolgreich zu sein. Stellen Sie sicher, dass sie verfügbar sind und identifizieren Sie externe Unterstützung, wenn nötig. Dieser Schritt stellt sicher, dass das Team über die notwendigen Mittel und Unterstützung verfügt, um seine Ziele zu erreichen.

Schritt 11: Kommunikation & Kollaboration – Wie kommuniziert Ihr Team?

Definieren Sie die Kommunikationswege im Team. Welche Tools werden genutzt und wie oft finden Meetings statt? Klare Kommunikation fördert die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch. Dieser Schritt stellt sicher, dass alle Teammitglieder effizient miteinander kommunizieren können. Schaffen Sie klare Kommunikationsrichtlinien, um Missverständnisse zu minimieren.

Schritt 12: Lern- & Entwicklungsfelder – Wie entwickeln sich die Teammitglieder?

Legen Sie Entwicklungsziele fest, um die Fähigkeiten und das Wissen im Team zu stärken. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Teammitglieder fördert den Erfolg des Teams. Dieser Schritt betont die Bedeutung des lebenslangen Lernens und der individuellen Weiterentwicklung.

Welche Agile Methoden sind damit kombinierbar?

Wirksame Agile Methoden als Booster für das Team
Wirksame Agile Methoden als Booster für das Team

Die DEBI Matrix, auch bekannt als RACI Matrix, schafft Klarheit und Transparenz in Bezug auf Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Dieses Tool ist eine wertvolle Ergänzung zum diesem Canvas, da es hilft, die Verteilung von Rollen und Verantwortlichkeiten innerhalb des Teams zu visualisieren und zu regeln, was zu einer effektiveren Teamarbeit führt und es viel besser visualisiert als eine reine Rollenbeschreibung.

Ein Auftrags Canvas ist ein bewährtes Instrument, um wichtige Aspekte für die Projektbeauftragung und Initiierung zu klären. Das Auftrags Canvas kann dazu beitragen, eine klare und umfassende Basis für die Teamziele und die Ausrichtung auf gemeinsame Projekte und Initiativen zu schaffen, wodurch die Effektivität der Teamarbeit gesteigert wird.

Das Stakeholder Mapping ist eine wirksames Methode, um relevante Akteure und Interessengruppen zu identifizieren und ihre Erwartungen und Bedürfnisse zu verstehen. In Verbindung damit, ermöglicht es eine bessere Berücksichtigung der Stakeholder-Perspektiven, was zu einer stärkeren Ausrichtung des Teams auf die Erfüllung dieser Erwartungen führt und die Zusammenarbeit mit externen Parteien verbessert.

Delegation Poker ist eine agile Methode, um Verantwortung und Entscheidungskompetenzen festzulegen. In Verbindung damit, kann es dazu beitragen, die Aufgabenverteilung und Verantwortlichkeiten innerhalb des Teams transparenter und effektiver zu gestalten, was zu einer verbesserten Zusammenarbeit und Selbstorganisation führt.

Abschließende Worte und das Fazit

Das Team Canvas ist also ein sehr nützliches Werkzeug, um Ihr Team auf dem Weg zur Höchstleistung zu unterstützen. Durch die Berücksichtigung dieser 12 Dimensionen können Sie sicherstellen, dass Ihr Team klare Ziele verfolgt, effektiv kommuniziert und eine Kultur der Zusammenarbeit und Innovation entwickelt. Denken Sie daran, dass Teamarbeit und Teamentwicklung eine kontinuierliche Reise ist und nutzen Sie diese Team Canvas Anleitung, um Ihr Team stetig weiterzuentwickeln und zu immer besser zu werden. Indem Sie diese Dimensionen durcharbeiten und mit dem Team gezielt über diese Punkte sprechen, sind Sie auf dem besten Weg zu einem High Performance Team, das erfolgreich und erfüllt arbeitet.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg damit und ich weiß, es wird einfach großartig!

Falls Sie diese Vorlage auch als PDF erhalten wollen, dann schrieben Sie mich einfach kurz an und ich sende es Ihnen zu.

Retrospektive Methoden für Ihr Team

Von Scrum bis Lean: Die besten Retrospektive Methoden für Ihr Team

Die kontinuierliche Verbesserung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Entwicklung im Team, das wissen wir doch mittlerweile, oder? Egal, ob agile Teams mit Scrum oder Lean arbeiten oder nicht, Retrospektiven sind ein wichtiger Schritt, um den Erfolg Ihrer Projekte und Initiativen zu steigern. In diesem Artikel werden wir die besten Retrospektive Methoden für Ihr Team erkunden, um Ihnen dabei zu helfen, Ihre Ziele zu erreichen und Ihr Team zu inspirieren.

Die Bedeutung von Retrospektiven

Bevor wir uns die verschiedenen Retrospektive Methoden anschauen, sollten wir ganz kurz die Bedeutung dieser Praktik erklären. Die Retrospektive ist ein entscheidender Bestandteil agiler Arbeitsmethoden, aber sie kann auch in anderen Teamumgebungen von großem Nutzen sein. Bei einer Retro handelt es sich um eine regelmäßige, organisierte Überprüfung und Reflexion der vergangenen Arbeitszyklen, um Verbesserungspotenzial zu identifizieren. Diese Praxis ermöglicht es Ihrem Team, aus den gemachten Erfahrungen zu lernen, Erfolge zu feiern und Herausforderungen zu bewältigen.

Was ist das Ziel einer Retro?

Retrospektive Methoden - das Ziel
Retrospektive Methoden – das Ziel

Das Ziel einer Retrospektive ist es, die Teamleistung zu verbessern, indem man auf Vergangenes zurückblickt und konkrete Schritte zur Optimierung der Arbeitsweise des Teams entwickelt. Das Hauptziel ist die kontinuierliche Verbesserung und die Schaffung eines Umfelds, in dem sich Teammitglieder gegenseitig unterstützen und inspirieren.

Tipps für erfolgreiche Retrospektiven

Retrospektiven sind eine sehr gute Möglichkeit, um die Leistung Ihres Teams zu steigern und kontinuierliche Verbesserungen zu fördern. Damit diese Praxis jedoch effektiv ist und echte Ergebnisse liefert, ist es wichtig, einige bewährte Tipps zu beachten. Hier sind einige Empfehlungen, die Ihnen helfen werden, erfolgreiche Retros in Ihrem Team durchzuführen:

Regelmäßigkeit: Planen Sie Retrospektiven regelmäßig ein, idealerweise am Ende eines Arbeitszyklus oder Sprints. Dies hilft, Kontinuität zu gewährleisten und sicherzustellen, dass Ihr Team ständig auf Verbesserungspotenzial achtet.

Offenheit und Transparenz: Schaffen Sie eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre, in der Teammitglieder ehrlich über Erfolge und Probleme sprechen können, ohne Angst vor Kritik. Dies fördert ehrliche Diskussionen und ermöglicht es, echte Lösungen zu finden.

Vielfalt der Teilnehmer: Stellen Sie sicher, dass alle relevanten Teammitglieder an der Retrospektive teilnehmen. Dies schließt alle relevanten Teilnehmer ein, die in den Arbeitsprozess involviert waren oder mit ihrem Team interagiert haben. Der Fokus ist jedoch die Weiterentwicklung des Team und das Aufdecken von Verbesserungspotenzialen und Erfolgen gleichermaßen.

Konkrete Aktionsschritte: Nachdem Herausforderungen und Verbesserungspotenziale identifiziert wurden, ist es entscheidend, konkrete Maßnahmen zu definieren, die zur Lösung dieser Probleme beitragen. Legen Sie klare Verantwortlichkeiten und Fristen fest, um sicherzustellen, dass diese Schritte umgesetzt werden.

Vielfalt der Methoden: Setzen Sie verschiedenen Retrospektive Methoden ein, um Abwechslung zu schaffen und sicherzustellen, dass Ihr Team ständig motiviert und engagiert bleibt. Von klassischen Methoden wie “Was lief gut?” bis hin zu innovativen Ansätzen wie “Retrospektive²” gibt es viele Möglichkeiten, die Sie ausprobieren können.

Digitale Tools und Dokumentation: Nutzen Sie Retrospektiven-Tools und -Software, die die Organisation und Dokumentation erleichtern. Diese Werkzeuge können helfen, Erkenntnisse zu speichern und den Fortschritt im Laufe der Zeit zu verfolgen.

Feiern von Erfolgen: Vergessen Sie nicht, Erfolge zu würdigen und positive Entwicklungen zu feiern. Dies trägt dazu bei, die Motivation und den Teamgeist aufrechtzuerhalten.

Anpassungsfähigkeit: Schließlich ist es wichtig, Ihre Retro an die spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen Ihres Teams anzupassen. Was in einem Kontext funktioniert, mag in einem anderen nicht genauso effektiv sein. Seien Sie bereit, sich anzupassen und zu experimentieren, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Wenn Sie diese Tipps befolgen, können Sie sicherstellen, dass Ihre Retrospektiven nicht nur effektiv sind, sondern auch zur kontinuierlichen Verbesserung und zum Erfolg Ihres Teams beitragen. Später werden wir einige der besten Retrospektive Methoden genauer unter die Lupe nehmen, um Ihnen bei der Auswahl der am besten geeigneten Methode für Ihr Team zu helfen. Die 120 Power Scrum Fragen sind auch sehr hilfreich, wenn es darum geht gute Fragen für das Team zu formulieren.

Was gehört in eine Retrospektive?

Was gehört in eine gute Retrospektive
Was gehört in eine gute Retrospektive

Eine erfolgreiche Retro erfordert sorgfältige Planung und die Einbeziehung verschiedener Elemente, um sicherzustellen, dass sie effektiv ist und echte Ergebnisse liefert. Im Folgenden werden die Schlüsselelemente erläutert, die für eine gute Durchführung relevant sind:

1. Datensammlung: Um eine Retrospektive wirksam zu gestalten, ist es wichtig, im Voraus Daten und Informationen zu sammeln. Dies können Metriken, Kennzahlen, Erfahrungen und Beobachtungen der Teammitglieder sein. Die Datensammlung ist die Grundlage für eine fundierte Diskussion und die Identifizierung von Trends und Mustern.

2. Teilnehmer: Alle relevanten Teammitglieder sollten an dieser Retro teilnehmen. Jeder hat einzigartige Einblicke und Perspektiven, die zur Lösung von Problemen beitragen können.

3. Agenda: Eine strukturierte Agenda ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Besprechung organisiert und effizient abläuft. Die Agenda sollte klare Schritte und Zeitrahmen für die verschiedenen Phasen der Retrospektive enthalten.

4. Reflexion über Erfolge und Herausforderungen: Die Teammitglieder sollten die Gelegenheit haben, Erfolge und Herausforderungen aus dem vergangenen Arbeitszyklus zu teilen. Dies fördert eine ausgewogene Diskussion und ermöglicht es, sowohl Positives zu würdigen als auch Verbesserungspotenzial zu erkennen.

5. Identifizierung von Verbesserungspotenzial: In dieser Besprechung ist es wichtig, konkrete Probleme, Engpässe oder Hindernisse zu identifizieren, die den Arbeitsprozess behindert haben. Teammitglieder sollten in der Lage sein, ehrlich über diese Herausforderungen zu sprechen und mögliche Lösungen zu diskutieren.

6. Priorisierung und Zielsetzung: Nach der Identifizierung von Problemen sollte das Team gemeinsam Prioritäten setzen und klare Ziele für die nächste Phase festlegen. Dies hilft, den Fokus auf die wichtigsten Verbesserungen zu lenken.

7. Aktionsplan: Die Retrospektive sollte in konkreten Handlungsplänen münden. Teammitglieder sollten spezifische Maßnahmen und Verantwortlichkeiten definieren, um die identifizierten Probleme zu lösen und die gesetzten Ziele zu erreichen.

8. Dokumentation: Alle Erkenntnisse, Aktionsschritte und Ergebnisse der Retro sollten dokumentiert werden. Dies ermöglicht es, den Fortschritt im Laufe der Zeit zu verfolgen und sicherzustellen, dass die vereinbarten Maßnahmen umgesetzt werden.

9. Feedback-Schleife: Die Ergebnisse der Retrospektive sollten in zukünftigen Meetings berücksichtigt werden. Dies schließt das Überprüfen der Fortschritte bei der Umsetzung von Maßnahmen und die Anpassung der Vorgehensweise basierend auf den gemachten Erfahrungen ein.

10. Zeitmanagement: Achten Sie darauf, dass die Retrospektive innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens durchgeführt wird. Eine zu lange Besprechung kann die Aufmerksamkeit und das Engagement der Teilnehmer beeinträchtigen.

Wann macht man eine Retrospektive?

Retrospektiven sollten in regelmäßigen Abständen stattfinden. In agilen Teams werden sie oft am Ende eines Arbeitszyklus durchgeführt, aber sie können auch in anderen Kontexten monatlich, quartalsweise oder jährlich erfolgen. Der Zeitpunkt sollte so gewählt werden, dass genügend Erkenntnisse für eine sinnvolle Reflexion vorhanden sind.

Wie baue ich eine Retro auf?

Der Aufbau einer Retrospektive umfasst die folgenden Schritte:

  1. Vorbereitung: Stellen Sie sicher, dass die Teilnehmer vorbereitet sind und die benötigten Materialien vorhanden sind.
  2. Einstieg: Starten Sie die Retro mit einer Eröffnungsfrage oder einer Methode, um die Teilnehmer in den Prozess einzuführen.
  3. Datenerhebung: Sammeln Sie Feedback und Erfahrungen der Teammitglieder.
  4. Analyse: Identifizieren Sie Muster und Trends in den gesammelten Daten.
  5. Maßnahmenplanung: Entwickeln Sie konkrete Maßnahmen und Schritte zur Verbesserung.
  6. Abschluss: Schließen Sie die Retrospektiven mit einer positiven Bemerkung oder einem inspirierenden Ausblick.

Einige wirksame Retrospektive Methoden für die Praxis

Einige Retrospektive Methoden für die Praxis
Einige Retrospektive Methoden für die Praxis

1. Die 5-W-Frage

Eine der einfachsten und dennoch effektivsten Retrospektive Methoden ist die Anwendung der 5-W-Frage. Dieser Ansatz kann in verschiedenen Umgebungen und mit unterschiedlichen Teams angewendet werden. In jeder Retrospektive werden die folgenden fünf Fragen gestellt:

  • Was lief gut?
  • Was lief nicht gut?
  • Was war überraschend?
  • Was können wir verbessern?
  • Welche Maßnahmen ergreifen wir?

Durch das Stellen dieser Fragen wird ein systematischer Ansatz zur Verbesserung der Teamleistung gewährleistet. Die Antworten können inspirierend sein, da sie dazu dienen, positive Veränderungen in der Arbeitsweise des Teams anzuregen.

2. Start-Stopp-Weiter

Eine weitere effektive Methode ist die Start-Stopp-Weiter Methode. Hierbei werden die Teilnehmer aufgefordert, festzuhalten, was sie in der vergangenen Arbeitsperiode starten, was sie stoppen und was sie beibehalten möchten. Diese Methode ist leicht verständlich und ermöglicht es den Teammitgliedern, ihre Gedanken klar und präzise auszudrücken.

3. Stärken und Schwächen

Eine positive Herangehensweise an Retrospektiven ist die Betonung der Stärken des Teams. Bei dieser Methode wird jedes Teammitglied aufgefordert, eine Stärke oder eine positive Erfahrung zu teilen, die während des letzten Arbeitszyklus aufgetreten ist. Anschließend wird besprochen, wie diese Stärken weiterentwickelt und genutzt werden können. Dies fördert nicht nur die Inspiration, sondern stärkt auch das Selbstvertrauen der Teammitglieder.

4. Der Zeitstrahl

Eine visuell ansprechende Retrospektive Methode, ist auch der Zeitstrahl. Hierbei wird die Arbeitsperiode auf einem Zeitstrahl dargestellt, und die Teammitglieder fügen Ereignisse, Meilensteine und Emotionen hinzu. Dies hilft dabei, die Gefühlslage des Teams über den Verlauf des Projekts hinweg zu visualisieren und kann als Inspirationsquelle dienen, um zukünftige Ziele zu setzen.

5. Das Feedback-System

Das Feedback-System ist eine Retrospektive Methode, bei der anonymes Feedback gesammelt wird. Jedes Teammitglied hat die Möglichkeit, positive und negative Aspekte der Zusammenarbeit aufzuschreiben, ohne die eigenen Gedanken preiszugeben. Dies fördert offene und ehrliche Kommunikation, die wiederum zu inspirierenden Lösungen führen kann.

6. Die 4Ls

Die 4L-Retrospektive (Liked, Learned, Lacked, Longed for) konzentriert sich auf die vier Aspekte, die die Teammitglieder in der letzten Arbeitsperiode mochten, gelernt haben, vermisst haben und worauf sie gewartet haben. Diese Methode ermöglicht es, positive Elemente zu verstärken und Lücken zu schließen.

7. Die Sailboat-Methode

Die Sailboat-Methode ist eine visuelle Technik, bei der ein Segelboot aufgezeichnet wird. Die Segel repräsentieren die Kräfte, die das Team vorantreiben (positive Elemente), während die Anker die Hindernisse darstellen. Die Teammitglieder fügen Segel und Anker hinzu, um zu verdeutlichen, was das Team vorantreibt und was es zurückhält.

8. Die Feedback-Zielscheibe

Die Feedback Zielscheibe ist eine Methode, die dazu dient, Feedback zu strukturieren und konstruktiver zu gestalten. Der Zweck besteht darin, den Feedback-Empfänger bei der Umsetzung der Verbesserungsvorschläge zu unterstützen und den Feedback-Geber zu ermutigen, hilfreiche und präzise Rückmeldungen zu geben.

9. Die Plus-Delta-Methode

Die Plus-Delta-Methode konzentriert sich auf die positiven Aspekte und Verbesserungsmöglichkeiten. Die Teilnehmer teilen, was sie als positiv (Plus) und was sie als Verbesserungspotenzial (Delta) in der letzten Arbeitsperiode empfunden haben. Dies kann zu positiven Veränderungen inspirieren und das Team ermutigen, kontinuierlich an seiner Leistung zu arbeiten.

Wenn Sie vielleicht auch noch eine gute agile Methode suchen, dann sollten Sie sich diese Zusammenstellung unbedingt anschauen und sich ggf. weitere Anregungen dazu holen.

Die Wahl der besten Methode für Ihr Team

Die Auswahl einer wirksamen “Retrospektive Methoden” für Ihr Team hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Teamdynamik, die Art des Projekts und die Teamgröße. Es ist wichtig, die Bedürfnisse und Ziele Ihres Teams zu berücksichtigen. Experimentieren Sie gegebenenfalls mit verschiedenen Methoden, um herauszufinden, welche am besten funktioniert. Sie können auch andere Methoden wie z.B. das ADKAR Modell einsetzen, wenn es dazu führt, dass sich das Team weiter entwickelt. Also ruhig mutig und experimentierfreudig sein.

Die Wahl der Methode sollte auch von der Offenheit und Reife Ihres Teams abhängen. Ein erfahreneres Team kann komplexere Methoden nutzen, während ein neueres Team mit einfacheren Ansätzen beginnen sollte.

Denken Sie daran, dass die Methode nicht in Stein gemeißelt ist. Sie können je nach den Anforderungen und dem Feedback Ihres Teams im Laufe der Zeit wechseln. Das Wichtigste ist, dass Ihre Retrospektiven dazu beitragen, Ihr Team kontinuierlich zu verbessern und zum Erfolg zu führen.


Was halten wir dazu fest?

Retrospektiven sind ein mächtiges Werkzeug, um kontinuierliche Verbesserungen in Ihrem Team zu fördern. Die Auswahl der richtigen “Retrospektive Methode” hängt von den Bedürfnissen und der Kultur Ihres Teams ab. Experimentieren Sie mit verschiedenen Methoden, um herauszufinden, welche am besten zu Ihrem Team passt und Sie inspiriert.

Denken Sie daran, dass der Schlüssel zu erfolgreichen Retrospektiven die Offenheit, das Vertrauen und die Bereitschaft zur Veränderung sind. Nutzen Sie diese Methoden, um Ihr Team zu inspirieren und gemeinsam an inspirierenden Zielen zu arbeiten.

Sie interessieren sich vielleicht noch für das Thema Methoden & Tools, dann lesen Sie sich auch die anderen sehr interessanten Artikel dazu durch. Viel Spaß dabei.

Teamentwicklung

Vom Sturm zum Erfolg: Die Phasen der Teamentwicklung nach Tuckman

Wenn Sie die Phasen der Teamentwicklung verstehen, können Sie Ihr Team effektiver unterstützen und sicherstellen, dass es bestmöglich funktioniert. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, worauf es bei der Teamentwicklung ankommt. Lassen Sie uns gemeinsam erkunden, warum dies so wichtig ist!

“Teamwork is what makes the dream work”, sagt John C. Maxwell, und das ist nicht umsonst ein bekanntes Zitat. Die Zusammenarbeit in einem Team kann selbst die anspruchsvollsten Ziele erleichtern. Doch die Anfangsphase kann herausfordernd sein, da unterschiedliche Persönlichkeiten, Präferenzen und Arbeitsweisen aufeinandertreffen. Am Anfang sind Sie vielleicht nur eine Gruppe von Einzelpersonen, aber mit der Zeit lernen Sie einander kennen, entwickeln Vertrauen und haben Spaß an der gemeinsamen Arbeit.

Welche Phasen der Teamentwicklung gibt es?

Bei der Teamarbeit geht es darum, zu lernen, wie man gut mit anderen zusammenarbeitet. Forschungsergebnissen zufolge durchlaufen Teams mehrere Phasen der Teamentwicklung. Der Bildungspsychologe Bruce Tuckman hat ein fünfstufiges Modell aufgezeigt, die die meisten Teams durchlaufen, um hohe Leistungen zu erzielen. Es wird auch oft als Team-Entwicklung-Uhr von Tuckmann bezeichnet. Die Phasen lauten wie folgt:

1. FORMING | Entstehungsphase

2. STORMING | Konfrontationsphase

3. NORMING | Organisationsphase

4. PERFORMING | Leistungsphase

5. ADJOURNING | Abschieds- bzw. Auflösungsphase

Tuckmans Phasenmodell der Teamentwicklung erkennt an, dass sich Gruppen nicht auf natürliche Weise oder sofort bilden. Stattdessen durchlaufen sie verschiedene Phasen und verwandeln sich schließlich von Fremden mit eigenen Zielen in eine dynamische Gemeinschaft von Personen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen.

Lassen Sie uns die einzelnen Phasen der Teamentwicklung besprechen, um diese Begriffe besser zu verstehen.

5 Phasen der Teamentwicklung nach Tuckman

1. FORMING | Entstehungsphase

Die Anfangsphase eines Teams, auch bekannt als “Forming” oder Orientierungsphase, markiert den Zeitpunkt, an dem die Teammitglieder zum ersten Mal zusammenkommen. Hierbei geht es darum, sich kennenzulernen und miteinander vertraut zu werden. Die Aufregung und die Erwartungen in dieser Phase sind deutlich spürbar, ähnlich wie an einem ersten Schultag oder beim Start eines neuen Berufs.

Während dieser Zeit sind die Teammitglieder voller Neugier und Eifer, da sie darauf bedacht sind, Fortschritte zu erzielen und gleichzeitig die Fähigkeiten und Schwächen ihrer Kollegen zu erkennen. Oft ist die Rollenverteilung im Team noch nicht klar, und in der Regel übernimmt eine Person, oft die Teamleitung, die Aufgabe, die einzelnen Mitglieder anzuleiten.

In den frühen Stadien dieser Phase neigen die Teammitglieder dazu, sich in den Vordergrund zu drängen und ihre individuellen Fähigkeiten zu betonen. Das Team erreicht möglicherweise noch keine konkreten Ergebnisse, da der Fokus auf individueller Leistung liegt. Dies bietet jedoch eine wertvolle Gelegenheit für die Teamleitung oder Vorgesetzte, um das übergeordnete Ziel des Teams zu verdeutlichen, grundlegende Regeln und Normen festzulegen und die Erwartungen an die Teamrolle zu klären.

Der Umgang miteinander ist in dieser Phase oft zurückhaltend und beobachtend, da die Teammitglieder sich erst kennenlernen und die Gruppendynamik entsteht.

2. STORMING | Konfrontationsphase

Teamentwicklung - Konfrontationsphase
Die Heiße Phase II – Konfrontationsphase

In der zweiten Phase, “Storming” oder Konfliktherausforderungen genannt, treten Konflikte und Unstimmigkeiten auf. Unterschiedliche Persönlichkeiten und Arbeitsweisen innerhalb des Teams können zu Spannungen führen und die Teamleistung beeinträchtigen.

In dieser kritischen Phase ist es entscheidend, dass die Teammitglieder zusammenarbeiten, um Hindernisse zu überwinden und ein harmonisches Tempo zu finden. Es ist normal, dass in dieser Phase Unzufriedenheit und Gruppenbildungen auftreten.

Führungskräfte und Manager sollten Konflikte aktiv ansprechen und lösen, da Vernachlässigung zu größeren Problemen führen kann. Schließlich ist es notwendig, sich als Team auf eine gemeinsame Vorgehensweise zu einigen.

Es ist hilfreich, die Teammitglieder zu ermutigen, sich auf Ziele zu konzentrieren, die ihnen helfen, diese Phase zu bewältigen. Das Aufteilen großer Ziele in kleinere Schritte und die Entwicklung von Rollen und Fähigkeiten zur Konfliktbewältigung sind ratsam. Als Führungskraft sollten Sie eine neutrale Position einnehmen und ein Umfeld schaffen, in dem das Team Konflikte selbst lösen kann.

Falls Sie Anregungen suchen, wie die Teamzufriedenheit gesteigert werden kann, finden Sie hier einige Anregungen.

3. NORMING | Organisationsphase

Nachdem der Sturm überwunden ist, tritt das Team in die Organisationsphase ein. Hier haben die Teammitglieder gelernt, harmonisch zusammenzuarbeiten, und Konflikte oder interne Rivalitäten sind selten geworden.

Ein Konsens über Rollen, Aufgaben und den weiteren Verlauf hat sich entwickelt. Das Team ist eng zusammengewachsen und lernt die individuellen Eigenschaften und den Humor seiner Mitglieder besser kennen. Während der Normierungsphase ist es eine gute Zeit für konstruktive Kritik und die Bereitschaft, Unterstützung anzubieten.

Es ist möglich, dass manche Teams zwischen der Storming- und der Norming-Phase hin- und herwechseln, insbesondere wenn sich die Prioritäten ändern. Mit der Zeit wird sich jedoch der Sturm legen, und die Teammitglieder werden erkennen, wie individuelle und kollektive Leistungen miteinander verbunden sind.

In dieser Phase sollten Sie die Dynamik im Team beobachten und nur dann eingreifen, wenn es erforderlich ist. Die Teammitglieder können ermutigt werden, Selbstreflexion zu praktizieren, um Prozessverbesserungen zu identifizieren. Das Hauptziel sollte jedoch die Förderung der Stabilität sein, sobald spezifische Normen und Werte etabliert sind. Dies bildet eine solide Grundlage für zukünftige Teamleistungen.

4. PERFORMING | Leistungsphase

Teamentwicklung - Leistungsphase
Power und Umsetzungsphase IV – Leistungsphase

In der Leistungsphase erreicht das Team seinen Höhepunkt. Die Atmosphäre ist produktiv und harmonisch, die Mitglieder sind hochmotiviert und fokussiert auf die Zielerreichung. Konflikte werden konstruktiv gelöst, dank der aufgebauten Teambeziehungen.

Die in den vorherigen Phasen geknüpften Verbindungen tragen Früchte, und das Team legt den Schwerpunkt auf die Leistung statt auf zwischenmenschliche Beziehungen. Kreativität und innovative Lösungen blühen auf, die Trennung zwischen individueller und kollektiver Leistung verschwimmt.

Effizienz steigt auf individueller und teamweiter Ebene, und jedes Mitglied trägt aktiv zur Teamleistung bei. Diese Phase bietet Gelegenheit, die Teamfunktionen zur Steigerung der Produktivität zu überdenken und gleichzeitig die Teamleistung zu würdigen, indem Vertrauen in die Fähigkeiten der Teammitglieder gesetzt, deren Ansätze unterstützt und deren Leistungen anerkannt werden.

5. ADJOURNING | Abschieds- bzw. Auflösungsphase

Teamentwicklung - Abschiedsphase
Teamentwicklung – Abschiedsphase

Die Abschlussphase, auch als Trauer- oder Endphase bekannt, bereitet das Team auf seinen Abschluss vor, aus verschiedenen Gründen: Erreichen der Ziele, Aufgabenerledigung oder Neuorganisation. Die Arbeitslast nimmt ab, und Teammitglieder werden oft anderen Projekten zugeteilt.

In dieser Phase erfolgt oft eine Nachbesprechung, um Feedback zu sammeln und die Erfolge zu bewerten. Manchmal werden abgeschlossene Aufgaben und Projekte gefeiert, abhängig von ihrer Dauer und den entstandenen Verbindungen. Es bietet sich immer eine Retrospektive an, um einen guten Abschluss zu finden. Hier finden Sie auch eine Anleitung wie Sie Retrospektiven durchführen können.

Teammitglieder könnten jedoch bereits an zukünftige Aufgaben denken, was zu nachlassender Energie für die abschließenden Arbeiten führen kann. Das Management kann unterstützen, die Ergebnisse zu würdigen und auf verbleibende Aufgaben hinzuweisen.

Eine Abschlussbesprechung kann in dieser Phase abgehalten werden, bei der sowohl Highlights als auch Verbesserungspotenziale ehrlich besprochen werden. Einige Teams nutzen “Abschlussberichte” zur schriftlichen Dokumentation.

Bleiben Sie neugierig und ergebnisoffen in dieser Phase und begrüßen Sie, was die Teams entdecken. Erkenntnisse und Potenziale sind wertvoll für die kontinuierliche Verbesserung.

Die Bedeutung der fünf Phasen der Teamentwicklung

Teamentwicklung - Fünf Phasen der Teamentwicklung
Ein Prozess und Ablauf der uns eine Orientierung liefert

Wenn Sie die fünf Phasen der Teamentwicklung berücksichtigen, können Sie ein Team zusammenstellen, mit Meinungsverschiedenheiten reibungslos umgehen, Informationen effizient weitergeben, Spitzenergebnisse erzielen und schließlich die Ergebnisse bewerten, um nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen.

Wie lassen sich diese Phasen der Teamentwicklung in der Praxis anwenden?

Behalten Sie die Phasen der Teamentwicklung im Hinterkopf, wenn Sie ein neues Team bilden, damit Sie die Teammitglieder dabei unterstützen können, ihr maximales Potenzial auszuschöpfen und effektiv zu arbeiten. Auch wenn es kein Patentrezept für die Unterstützung von Teams gibt, sollten Sie die folgenden vier Ideen ausprobieren, um den Zusammenhalt Ihres Teams zu verbessern.

Idee #1: Klare Teamziele frühzeitig festlegen

Die Festlegung klarer Teamziele ist von entscheidender Bedeutung, sei es für eine neue Organisation oder eine Zusammenarbeit in funktionsübergreifenden Projekten. Frühzeitige Zielsetzung gewährleistet, dass alle Beteiligten auf dasselbe Ziel hinarbeiten.

Präsentieren Sie die Ziele deutlich und messbar. Beschreiben Sie das Ziel so, dass es überprüfbar ist. Definieren Sie, welche Kennzahlen oder Zustände das Ziel quantifizieren. Die Höhe des Ziels beeinflusst die spätere Strategie, sei es eine 5%ige oder 30%ige Verbesserung.

Zusätzlich zur Zielsetzung ist die Definition der Teamrollen und Aufgaben von großer Bedeutung. Je klarer die Rollen festgelegt sind, desto leichter ist es, die richtigen Teammitglieder zu finden und deren Verantwortlichkeiten nachvollziehbar zu gestalten. Dafür wird z.B. sehr oft die DEBI Matrix eingesetzt.

Idee #2: Effektive Kommunikation etablieren

Bereits in der Anfangsphase des Teamaufbaus ist es entscheidend, eine klare Kommunikationsstrategie festzulegen. Ein durchdachter Plan legt dar, wie das Team wichtige Informationen an relevante Interessengruppen weitergeben wird. Mit klaren Kommunikationskanälen können Teammitglieder effizient arbeiten, ihre Rollen verstehen und wissen, wo sie benötigte Informationen finden können.

Die Kommunikationsstrategie sollte sowohl nach außen – für externe Parteien – als auch nach innen – für die interne Teamkommunikation – entwickelt werden. Im Falle von Problemen sind Ihre Mitarbeiter in der Lage, diese konstruktiv zu lösen, da Konfliktlösung auf soliden Kommunikationsfähigkeiten basiert. Ein klar definierter Plan ermöglicht es Ihrem Team, Schwierigkeiten konstruktiv mit anderen Teammitgliedern zu besprechen.

Zusätzlich können Sie überdies wertvolle Rollen definieren, um die Teamweiterentwicklung zu fördern. Seien Sie dabei kreativ und offen für neue Ansätze.

Idee #3: Nutzen Sie die Potenziale Ihrer Teammitglieder

Die individuellen Rollen innerhalb des Teams spielen eine entscheidende Rolle für den Erfolg des gesamten Teams. Diese Rollen können entweder den ursprünglichen Stellenbeschreibungen der Teammitglieder entsprechen oder sich aus ihrer natürlichen Neigung innerhalb der Gruppendynamik ergeben.

Eine sinnvolle Aufgabenverteilung, die den individuellen Fähigkeiten der Teammitglieder gerecht wird, ist entscheidend. Einige Teammitglieder sind natürliche Anführer, während andere in der Führung zurückhaltender sind, aber in der Strategieentwicklung und Planung glänzen. Jeder sollte die Rolle übernehmen, in der er oder sie herausragende Leistungen erbringen kann. Die einzigartigen Qualitäten jedes Einzelnen tragen zur Stärkung des Teamgefühls bei. Sie können dafür z.B. die Teamreifematrix gut nutzen oder eine Persona erstellen.

Wenn Sie feststellen, dass einige Teammitglieder sich weniger engagieren, sollten Sie mit ihnen gemeinsam die Gründe erkunden, ihre Meinungen und Vorschläge einholen und so die Stärken jedes Mitglieds hervorheben.

Eine hilfreiche Methode kann sein, die Teamstärken zu visualisieren und eine stärkenorientierte Diskussion zu initiieren. In diesem Prozess können Sie und Ihr Team neue Wege zur Stärkenentfaltung erkunden. Welche Stärken sehen Sie in Ihrem Team? Eine gute Praktik dafür ist z.B. eine 4L Retrospektive.

Idee #4: Konstruktive Konfliktbewältigung fördern

Vermeiden von Meinungsverschiedenheiten mag einfach sein, doch es hindert die Teamentwicklung. Ein starkes Team, das Konflikte konstruktiv angeht, baut Vertrauen untereinander auf. Trotz Meinungsverschiedenheiten können sie darauf vertrauen, dass sie gemeinsam die ihnen zugewiesene Arbeit erledigen.

Die Fähigkeit zur Konfliktlösung schafft eine transparente und vorurteilsfreie Arbeitsumgebung. Als Führungskraft oder Teamleiter ist es von großer Bedeutung, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Team gut mit Problemen umgehen kann und schaffen Sie das entsprechende Umfeld dafür.

Finden Sie geeignete Wege, um auftretende Spannungen und Unzufriedenheiten zu besprechen. Mit dem Happiness Index können Sie z.B. die Zufriedenheit im Team sichtbar machen. Sensibilisieren Sie die Teammitglieder für wertschätzendes Feedback (dafür könnte das Team das WWW Feedback anwenden) und richten Sie den Fokus auf die gemeinsame Weiterentwicklung des Teams. Wenn alle Teammitglieder die Verbesserung des Teams als Schlüssel zum Erfolg ansehen und bereit sind, an ihren eigenen Entwicklungsbereichen zu arbeiten, stehen die Chancen gut, anspruchsvolle Themen innerhalb des Teams zu diskutieren.

Abraham Lincoln hat einmal gesagt: „Ich mag diesen Menschen nicht, ich muss ihn besser kennen lernen“ und wenn Sie diese Haltung im Team entwickeln, dann steht einer erfolgreichen Reise nichts mehr im Wege.

Eine kritische Betrachtung der Teamentwicklung nach Tuckman

Wie bei jedem Modell ist die Teamentwicklungsuhr oder die Phasen von Tuckman nicht in jedem Fall anwendbar. Ihr habt sicherlich bereits erlebt, dass Teams keine lineare Entwicklung durchlaufen und nicht immer in diese Phasen passen. Aus Gruppen werden nicht immer zwangsläufig gute Teams. Die Teamarbeit ist eine äußerst individuelle und dynamische Angelegenheit. Das Modell von Tuckman sollte daher lediglich als zusätzliche Anregung und Orientierung verstanden werden.

Es kann zweifellos hilfreich sein, die aktuelle Phase, in der sich ein Team befindet, zu erkennen. Allerdings gestaltet sich die Bestimmung der aktuellen Phase in der Praxis oft schwierig. Aufgaben ändern sich mitunter so schnell, dass Teams Phasen überspringen oder sie teilweise parallel durchlaufen. Zudem lassen sich die Phasen nicht immer klar voneinander abgrenzen und vermischen sich gelegentlich.

Wenn wir das Modell nicht starr anwenden, sondern flexibler betrachten, kann es zweifellos dazu beitragen, das Thema Zusammenarbeit besser zu verstehen. Ich habe persönlich Teams beobachtet, die aus meiner Sicht nie die Leistungsphase erreicht haben und dennoch aufgelöst wurden. Teams durchlaufen also nicht zwangsläufig alle Phasen.

Wir können immer dazu lernen! Nutzt die Inhalte und Ideen dieses Modells als Grundlage und führt hilfreiche Interventionen durch. Teamentwicklung ist kein starres Rezept; vielmehr handelt es sich um einen fortwährenden Prozess, der sich anpasst und von den Teilnehmern gestaltet wird. Als Ergänzung dazu, hilft auch ein Blick auf die Dilts-Pyramide, um die Entwicklung aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Was halten wir zum Schluss fest?

Am Ende dieses Beitrags sollten Sie bedenken, dass die Entwicklung eines Teams ein kontinuierlicher Prozess ist. Ein “perfektes” Team theoretisch zu planen funktioniert nicht – stattdessen sollten Teams ständig daran arbeiten, ihre Kommunikation und Zusammenarbeit zu verbessern. Die Phasen der Teamentwicklung können Ihnen als Wegweiser dienen, um Ihre aktuelle Teamdynamik etwas besser zu verstehen und Bereiche zu identifizieren, in denen Verbesserungen erforderlich sind. Es ist jedoch wichtig, sich daran zu erinnern, dass es sich nicht um starre Schritte handelt, die der Reihe nach befolgt werden müssen. Vielmehr bieten sie einen Rahmen, um zu verstehen, wie sich Teams im Laufe der Zeit entwickeln.

Wenn Sie den Teams helfen wollen, Höchstleistungen zu erbringen, sollten Sie diesen Beitrag unbedingt mit ihnen teilen. Wie immer würden wir uns freuen, von Ihnen über Ihre eigenen Erfahrungen bei der Entwicklung von Teams zu hören – teilen Sie mit uns Ihre Erkenntnisse in den Kommentaren! Und vergessen Sie nicht, diesen Beitrag mit Ihren Teamkollegen zu teilen, damit auch sie auf dem Laufenden bleiben.

Sie interessieren sich vielleicht noch für das Thema Change Management und wollen etwas mehr über eine wirksame Change-Formel erfahren, dann sollten Sie diesen interessanten Artikel dazu lesen.

Viel Spaß dabei.

Retrospektiven

Retrospektiven, ein wesentlicher Faktor für die Weiterentwicklung eines Teams!

Teamentwicklung mit Retrospektive – eine Geheimwaffe?

Damit sich ein Team verbessern kann, ist es unerlässlich, dass es einen Schritt zurücktritt und über seine Fortschritte nachdenkt. Dies kann durch verschiedene Methoden geschehen, z.B. durch Retros oder Reviews. In diesem Blogbeitrag erörtern wir die Bedeutung von Retrospektiven und wie sie Teams helfen können, großartige Ergebnisse zu erzielen. Außerdem erhalten Sie einige Tipps, wie Sie dieses wirksame Format effektiver gestalten können und welche Fragen Ihnen dabei helfen können, das BESTE aus diesen Meetings zu holen!

Lassen Sie uns in das Thema dieser Retros einsteigen und vielleicht finden Sie ja auch ein paar wirksame Ansätze und Vorgehensweisen, die Sie dann anwenden können.

Die Bedeutung von Retrospektiven

Retrospektive bedeutet wörtlich “Rückblick” Es handelt sich um ein Treffen, das am Ende einer Iteration, also einer definierten Umsetzungsperiode, stattfindet (es ist nicht unbedingt auf agile Projekte beschränkt), bei dem die Teammitglieder auf die Ereignisse der letzten Periode zurückblicken. Die Teammitglieder diskutieren, warum die Dinge gut oder nicht so gut gelaufen sind und wie sie sich für den nächsten Zeitraum verbessern können. Der Begriff RETRO kommt aus dem Lateinisch retrō, was so viel wie “hinter” oder “rückwärts” bedeutet.

Das Hauptziel dieses Treffens ist es, aus unseren eigenen Erfahrungen zu lernen. Es ist nicht möglich, sich zu verbessern, wenn wir nicht wissen, was bei uns funktioniert und was nicht funktioniert.

Warum sollten Sie eine Retrospektive durchführen?

Warum Retrospektiven
Warum sind Retrospektiven so wichtig?

Es gibt viele Gründe, warum Sie es durchführen sollten. Hier sind nur ein paar von ihnen

  1. Es ist eine Gelegenheit, die guten Dinge zu erkennen, die in der vergangenen Iteration passiert sind, und zu sehen, was gut gelaufen ist und was beim nächsten Mal verbessert werden kann. Die Anerkennung positiver Erfahrungen trägt zur Motivation des Teams bei
  2. Es bietet die Möglichkeit, Bereiche zu ermitteln, die in Zukunft verbessert werden können. Das Team bespricht, wie es sich für das nächste Mal verbessern kann
  3. Sie lernen die Erfahrungen und Sichtweisen anderer auf das Projekt oder die Aufgaben kennen, was Ihnen hilft, Ihre Teamkollegen besser zu verstehen und somit das Vertrauen zwischen ihnen zu stärken
  4. Es gibt jedem die Möglichkeit, über seinen eigenen Arbeitsbereich hinaus zu denken.
  5. Retrospektiven legen den Schwerpunkt auf Zusammenarbeit, Ko-Kreation und Teamgeist, was den Prozess des Lernens, Verstehens und der Verbesserung beschleunigen kann. Anstatt nur Beobachtungen aus der Außenperspektive zu machen oder Fakten zu nennen, befähigen Retrospektiven Menschen, in einem kreativen Umfeld aus ihren eigenen Erfahrungen zu lernen.

Wer setzt die Retro eigentlich ein?

Jeder kann Retrospektiven überall und jederzeit einsetzen. Sie müssen nicht einmal Projektleiter sein, um eine effiziente Retrospektive durchzuführen. Das Wichtigste ist, dass ein Moderator oder jemand aus der Gruppe diese Sitzung abhält, damit alle die gleiche Chance haben, ihren Beitrag zu leisten und sich auf Augenhöhe auszutauschen.

Laut Reetro, einer Software für retrospektive Meetings, gehören 39,5 % der Nutzer zu den Fortune 500-Unternehmen. Die meisten Teams, die Reetro nutzen, führen Retrospektiven nach 2 Wochen durch, und die durchschnittliche Dauer eines Meetings beträgt 27 Minuten. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig solche Meetings sind.

Wenn Sie Ihr Team weiterentwickeln wollen, so dass Ihr Team zu den Top-Performern gehört, ohne viel Zeit zu verschwenden, dann sollten Sie nicht lange überlegen, sondern es einfach tun und aktiv werden!

MACHEN IST WIE WOLLEN – NUR KRASSER! Das finde ich an dieser Stelle ganz passend 🙂

Wie bereitet man Retrospektiven vor?

91 % der Arbeitnehmer gaben an, dass sie während der Teamsitzungen schon einmal geträumt und 39 % sogar ein Nickerchen gemacht haben. Es ist daher wichtig, eine ansprechende Retrospektive zu gestalten, damit sich jedes Mitglied aktiv an den Gesprächen beteiligen kann, aber für einen Coach ist die Vorbereitung in dieser Hinsicht der wichtigste Faktor.

Es gibt eine Vielzahl von Ansätzen, Retrospektivtechniken, Strategien und Werkzeugen, darunter Spiele, Software und Vorlagen, die Sie zur Vorbereitung von Teamretrospektiven verwenden können.

Es ist von Vorteil, wenn Sie die Zeit vor der Retrospektive in die fünf grundlegenden Phasen der Retrospektive einteilen.

Phase 1: Die Bühne bereiten

– Beginnen Sie pünktlich und überschreiten Sie nie den Zeitplan

– Stellen Sie sicher, dass jeder das Ziel der Retrospektive versteht

– Vermeiden Sie es, die Teilnehmer zu unterbrechen oder ihnen Ratschläge zu geben, während sie erzählen

– Wenn jemand spricht, lassen Sie es und vermeiden Sie Nebengespräche und Ablenkungen. Konzentrieren Sie sich auf die Worte der Teilnehmer

Phase 2: Sammeln von Daten

– Erfassen Sie alle Ideen, Probleme und Aktionspunkte der Teammitglieder

– Fragen Sie “Was ist gut gelaufen?” und “Was hätte man verbessern können?”

  • Wenn sie den Fokus nur auf das Team legen, dann ist diese Anleitung zur Durchführung einer Retrospektive² immer super geeignet.

Phase 3: Gewinnung von Erkenntnissen

– Was hat Sie überrascht? Was war anders als erwartet?

– Wie hat Ihre Arbeit oder Ihr Verhalten zu diesem Ergebnis beigetragen?

Phase 4: Entscheidungen über Aktivitäten

– konkrete und vereinbarte Schritte für das nächste Mal aussprechen

– Identifizieren Sie Werkzeuge, die zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in zukünftigen Iterationen verwendet werden können. Finden Sie heraus, ob Sie etwas tun können, um die Produktivität des Teams zu verbessern

– Überprüfen Sie, ob alle Beteiligten mit den Maßnahmen einverstanden sind

Phase 5: Abschluss

– Fassen Sie die Ergebnisse zusammen

Legen Sie außerdem Ihre Ziele fest, bereiten Sie Fragen vor und legen Sie die Ergebnisse fest, die Sie am Ende der Team-Retrospektive erreichen möchten.

Hier finden Sie eine Anleitung für die 4L Retrospektive, die Sie einfach im Team nutzen können.

Hier finden Sie die Anleitung für ein Check IN, um gut in die Retrospektive zu starten.

Remote oder digitale Retrospektive

Wenn Sie eine virtuelle Retrospektive aus der Ferne durchführen, sollten Sie folgendes beachten:

  • eine gute und bewährte Anwendung für Videokonferenzen und Bildschirmfreigabe aussuchen
  • vorher sicherstellen, dass es keine Zugangsbarrieren gibt und alle wirklich teilnehmen können
  • einen Plan B haben, falls Sie als “Moderator” ausfallen. Sie wissen ja manchmal spielt die Technik ein anderes Spiel 😉

und optional;

  • eine Vorlage für die Retrospektive vorbereiten.

Interessante und abwechslungsreiche Vorlagen können das Engagement der Teammitglieder verbessern und Ihre Erfahrung als Coach interessanter machen.

Nachbereitung und nächste Schritte 

Planen Sie ein Folgetreffen, um sicherzustellen, dass die vereinbarten Maßnahmen umgesetzt werden. Wenn nicht, was kann verbessert werden?

Visualisieren Sie die konkrete Aktivität, die sie gemeinsam abgeleitet haben um an der Weiterentwicklung des Teams zu arbeiten. Oft werden diese Aktivitäten am Teamboard (falls es physisch visualisiert wird) und/oder auf einem digitalen Kanban Board visualisiert. Es schadet nicht wenn es immer im Blick ist! Das sollten Sie unbedingt machen!

15 Gute Fragen, die Sie während der Retrospektive stellen sollten 

Fragen Retrospektive
Welche Fragen sind für eine Retrospektive hilfreich?
  1. Was ist gut gelaufen?
  2. Was haben Sie erreicht?
  3. Welche positive Veränderung hat sich durch Ihre Bemühungen in dieser Iteration/Projekt/Umsetzung ergeben?
  4. Was würden Sie beim nächsten Mal gerne wiederholen?
  5. Was hätte besser laufen können?
  6. Gab es etwas, das Ihren Erfolg behindert oder verhindert hat?- Gibt es wiederkehrende Themen, die wir angehen müssen?
  7. Was sollten wir nicht mehr tun?
  8. Welche Aktivitäten oder Verhaltensweisen können wir aus unserem Wortschatz als Team streichen?
  9. Inwiefern behindern einige der Verhaltensweisen Ihre Fähigkeit, Ihre Ziele zu erreichen?
  10. Was sollten wir anfangen zu tun?
  11. Welche neuen Aktivitäten oder Verhaltensweisen können wir als Team einführen?
  12. Was würden Sie sich für unsere Interaktionen und unser Arbeitsumfeld wünschen?
  13. Wohin wollen Sie gehen? (Fragt danach, was das Team erreichen möchte, nicht nur in dieser Retrospektive)
  14. Wo genau wollen wir jetzt hin?
  15. Welche Erkenntnis war die wichtigste?

Wege, wie Retrospektiven mehr Spaß machen!

● Bringen Sie etwas zu essen mit, oder stellen Sie Snacks bereit

● Seien Sie kreativ bei der Durchführung von Teamretrospektiven (z. B. stellen Sie Fragen nicht nur zu Beginn, sondern auch nach der Hälfte der Zeit!)

● Stellen Sie lustige Fragen

● Lassen Sie jemanden “des Teufels Advokat” spielen

● Verteilen Sie Auszeichnungen für die besten Antworten/Beiträge (seien Sie kreativ bei diesem Punkt!)

● Setzen Sie während der Retrospektiven einige Spiele ein, um die Stimmung zu verbessern und den Spaßfaktor zu erhöhen, z. B. Zwei Wahrheiten und eine Lüge; Wer bin ich?

 

5 QUICK-Tipps, wie Sie sicherstellen können, dass die nächste Retrospektive Ihres Teams erfolgreich ist!

  1. Stellen Sie sicher, dass Sie ein klar definiertes Ziel haben
  2. Halten Sie den Zeitrahmen ein
  3. Führen Sie die Retrospektive durch, handeln Sie sofort danach
  4. Bewahren Sie einen kühlen Kopf! Ihre Aufgabe als ModeratorIn ist es, dafür zu sorgen, dass sich alle beteiligen und konzentrieren. Es ist schwer, aber Sie schaffen es!
  5. Seien Sie konkret, was Sie verbessern wollen

 

Warum Retrospektiven so wichtig für das Wachstum eines Teams sind?

Retrospektive als Teambooster
Retrospektive als Teambooster – Jedes Team sollte es regelmäßig durchführen

Was glauben Sie nun? Warum sind Retrospektiven so wichtig?

Denken Sie bitte kurz nach… Retrospektiven bieten eine wertvolle und dringend benötigte Gelegenheit, über den aktuellen Zustand des Teams und seines Umfelds nachzudenken.

Während dieser Reflexion können wir den Fokus bewusst darauf lenken, was gut funktioniert und was wir noch besser machen könnten, damit wir uns bei unserer Arbeit weiterhin gestärkt und engagiert fühlen.

Sie können sich nicht nur auf das konzentrieren, was gut läuft, sondern auch wiederkehrende oder potenzielle künftige Probleme erkennen und angehen, bevor sie Ihren Erfolg als Team beeinträchtigen oder kostspielig werden.

Retrospektiven sind ein effizienter Weg, um Probleme proaktiv zu vermeiden, was Ihnen auf lange Sicht Zeit und Energie spart!

Sie werden damit ein permanentes und sehr wirksames Format der Teamentwicklung etablieren. Wann sprechen Sie sonst über die Weiterentwicklung eines Teams, über die Potenziale in der Zusammenarbeit, über Fähigkeiten und Kompetenzen, über Spannungen im Team – es ist der TURBO für jedes Team. Vorausgesetzt alle lassen sich drauf ein und es findet regelmäßig statt.

Retrospektiven – mein Fazit und Empfehlung

Retrospektive als Faktor für Wachstum
Retrospektive als Faktor für Wachstum

Ein großartiges Team ist mehr als nur eine Idee, es ist mehr als die Summe seiner Teile – Sie müssen eine Kultur schaffen, in der Ihr Team an sich selbst arbeiten kann, als ob es ein zusätzliches Eigeninteresse daran hätte. Retrospektiven helfen dabei, diesen sehr wichtigen Aspekt eines erfolgreichen und produktiven Teams zu fördern!

Ein erfolgreiches Team ist ein Team, das in der Lage ist, sich selbst einzuschätzen und an seinen eigenen Handlungsfeldern zu arbeiten. Dies kann durch eine Retrospektive geschehen, die dazu beiträgt, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Ihre Teammitglieder wohl fühlen, wenn sie einander ihre Meinungen mitteilen, um gemeinsam zu wachsen. Wenn Sie Hilfe brauchen, um diese Art von Kultur in Ihrem Unternehmen oder Ihrer Organisation zu fördern, zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren! Ich haben Erfahrung darin, Teams zu helfen, von innen heraus zu wachsen, indem wir unter anderem auch Retrospektiven einführen, damit sie sich als Team verbessern können.

👉 Lassen Sie es mich wissen, wenn ich Ihnen weitere Informationen darüber geben kann, oder 📲 rufen Sie mich an und ich begleite Sie auf dem Weg zum HIGH PERFORMANCE TEAM!

Wollen Sie jedoch mehr über das Thema TEAM & FÜHRUNG erfahren, dann lesen Sie sich auch die anderen sehr interessanten Artikel dazu.

Top 10 Ideen zur Steigerung der Teamzufriedenheit

Top 10 Ideen zur Steigerung der Teamzufriedenheit

Was können Sie machen, um die Teamzufriedenheit zu erhöhen?

Wissen Sie, was alle erfolgreichen Unternehmen gemeinsam haben? Sie haben hochzufriedene Teams! Lernen Sie die Definition von Teamzufriedenheit und die 10 besten Ideen zur Steigerung der Teamzufriedenheit kennen, um Ihr Unternehmen zum Besseren zu verändern!

Teamzufriedenheit hat in der Businesswelt für Aufsehen gesorgt, und das zu Recht, denn Teamzufriedenheit ist eine Qualität, die sich direkt darauf auswirkt, wie gut ein Unternehmen abschneidet, wie produktiv, loyal und positiv die Mitarbeiter während der Arbeitszeit bleiben und wie wahrscheinlich es ist, dass sie über sich hinauswachsen, um das Unternehmen zu neuen Höhen zu führen. Aber was ist eigentlich Teamzufriedenheit?

Definition von Teamzufriedenheit

Einfach ausgedrückt, bezieht sich Teamzufriedenheit auf die Zufriedenheit der Teammitglieder oder Mitarbeiter mit ihrer Arbeit, ihren beruflichen Erfahrungen und den Organisationen, in denen sie tätig sind.

Wie kann man die Teamzufriedenheit steigern?

Wenn Sie die Zufriedenheit Ihres Teams steigern wollen, dann tun Sie es einfach, indem Sie die folgenden Top 10 Ideen zur Steigerung der Teamzufriedenheit berücksichtigen:


1. Halten Sie die Teams möglichst klein

Der Schlüssel zur Steigerung der Teamzufriedenheit liegt darin, die Teams möglichst klein zu halten, damit jedes Teammitglied ein Mitspracherecht bei der Entscheidungsfindung hat, das Gefühl hat, dass sein persönlicher Beitrag wichtig ist, und sich weiterhin engagiert.

2. Sorgen Sie für eine reibungslose Kommunikation

Sorgen Sie für eine häufige und transparente Kommunikation in beide Richtungen, damit die Teammitglieder alle notwendigen Informationen über die Organisation, Projekte und Änderungen der Richtlinien erhalten und Meinungen und Feedback austauschen können.

Mehr als 80 % der Amerikaner halten die Mitarbeiterkommunikation für entscheidend, um Vertrauen zu ihrem Arbeitgeber aufzubauen. 

3. Anerkennen und Würdigen der guten Arbeit  

Erkennen Sie die gute Arbeit der Teammitglieder an und würdigen Sie sie durch Lob und Anerkennung. Wenn der Einzelne für seine Leistungen gewürdigt und anerkannt wird, steigen seine Motivation und Zufriedenheit, und er fühlt sich stärker dafür verantwortlich, einen Beitrag zur Erreichung der allgemeinen Unternehmensziele zu leisten. 

4. Dem Wohlbefinden der Teams Vorrang einräumen

Sorgen Sie für das geistige und körperliche Wohlbefinden der Teams, indem Sie betonen, wie wichtig es ist, das Wohlbefinden zu erhalten. Fördern Sie Fitnessaktivitäten, bauen Sie kurze Spaziergänge ein und bieten Sie gesunde Snacks und Mahlzeiten am Arbeitsplatz an. 

5. Bieten Sie Möglichkeiten für Wachstum und Lernen

Bieten Sie Ihren Teammitgliedern Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten, damit sie ihre Fähigkeiten verbessern und neue Kenntnisse erwerben können. Sie müssen diese Möglichkeiten regelmäßig anbieten, denn KONTINUITÄT ist besser als INTENSITÄT.

Workshops, Mentorenschaft und Weiterbildungsprogramme erhöhen die Zufriedenheit des Teams, weil sie den Mitarbeitern das Gefühl geben, sich beruflich weiterzuentwickeln, und ihnen helfen, eine Vorstellung davon zu entwickeln, wie ihre Zukunft im Unternehmen aussehen wird. 

6. Eigenverantwortung der Teams stärken 

Vermitteln Sie die Werte des Unternehmens und begleiten Sie die Teams. Ziehen Sie sich dann zurück und vertrauen Sie ihnen, dass sie ihre eigenen Entscheidungen treffen. Die Mitarbeiter setzen ihre Stärken am besten ein und zeigen eine höhere Teamzufriedenheit, wenn ihnen Autonomie eingeräumt wird, damit sie selbst Entscheidungen treffen können. 

7. Fördern Sie eine soziale Kultur

Fördern Sie freundliche Interaktionen und Beziehungen am Arbeitsplatz, indem Sie Wege und Orte schaffen, die den Teams Interaktionsmöglichkeiten und gemeinsame Kommunikationsmittel bieten.

Eine kollegiale Unternehmenskultur erhöht nicht nur die Teamzufriedenheit, sondern auch die Zufriedenheit und die Zusammenarbeit der Teammitglieder. Eine Gallup-Umfrage ergab, dass enge Freundschaften am Arbeitsplatz die Mitarbeiterzufriedenheit um fast 50 % steigern können.

8. Definieren Sie die langfristigen Ziele und Aufgaben

Eine der besten Ideen zur Steigerung der Teamzufriedenheit besteht darin, den Teams die langfristigen Aufgaben und Ziele des Unternehmens klar vor Augen zu führen. Auf diese Weise weiß jedes Teammitglied, warum seine Arbeit wichtig ist, und fühlt sich dafür verantwortlich, zum Erreichen der Unternehmensziele beizutragen. 

9. Flexibilität ermöglichen 

Halten Sie die Flexibilität sowohl bei den Arbeitszeiten als auch bei den Arbeitsvereinbarungen im Mittelpunkt, um den individuellen Bedürfnissen der Teams am besten gerecht zu werden.

In der heutigen Zeit können Teams sowohl aus der Ferne als auch vor Ort arbeiten. Wenn Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, ob sie im Büro oder von zu Hause aus arbeiten wollen, und wenn Sie ihnen die Wahl lassen, wie sie ihre Arbeitszeiten und -pläne gestalten wollen, kann dies die Zufriedenheit des Teams steigern.

10. Verzicht auf Mikromanagement

Wenn sich ein Vorgesetzter einmischt und bei allen Aufgaben Autorität beansprucht, erzeugt dies ständig Stress, tötet die Kreativität und trägt zu einer hohen Personalfluktuation bei. Erlauben Sie den Teams, selbst zu lernen und etwas zu erreichen, und steigern Sie die Teamzufriedenheit, indem Sie auf Mikromanagement verzichten und bei Bedarf ein Top-Down-Management und einen kooperativen Ansatz anwenden. 

Teamzufriedenheit
Teamzufriedenheit verbindet !

Abschließende Überlegungen – was können wir festhalten?

Die Steigerung der Teamzufriedenheit ist der beste Weg, um in den dynamischen Arbeitsumgebungen von heute voranzukommen. Wenn Sie bisher darüber nachgedacht haben, wie Sie die Teamzufriedenheit steigern können, ist es jetzt an der Zeit, mit dem Nachdenken aufzuhören und etwas zu tun.

Jetzt, da Sie die Bedeutung der Teamzufriedenheit kennen und wissen, wie man sie steigern kann, können Sie die Ideen zur Steigerung der Teamzufriedenheit umsetzen und von den Vorteilen profitieren.

Wollen Sie jedoch mehr über das Thema TEAM & FÜHRUNG erfahren, dann lesen Sie sich auch die anderen sehr interessanten Artikel dazu.

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Haben Sie High-Performance-Teams?

High-Performance-Teams, oder auch Hochleistungsteams sind der Schlüssel für dauerhaften Unternehmenserfolg, oder?

Sie möchten ein Hochleistungsteam aufbauen, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen? Wir haben das Richtige für Sie. Erfahren Sie, was ein Hochleistungsteam ist, welche Eigenschaften Hochleistungsteams haben und welche Prinzipien sie haben, um die Meisterschaft zu erlangen.


Was macht ein Hochleistungsteam bzw. High Performance Teams aus?

Ein Hochleistungsteam ist ein Team, aber nicht jedes Team ist ein Hochleistungsteam! Im Gegensatz zu anderen Teams ist ein Hochleistungsteam ein hochgradig voneinander abhängiges Team, das als Einheit mit vorher zugewiesenen Rollen und Verantwortlichkeiten unter einer zuverlässigen Führungsebene arbeitet, um gemeinsame Ziele zu erreichen, die von gemeinsamen Werten und gegenseitigem Vertrauen geprägt sind.

High Performance Teams zeichnen sich durch verschiedene Merkmale aus, die dazu beitragen, dass sie effektiv, effizient und erfolgreich arbeiten. Hier sind einige wichtige Eigenschaften, die High Performance Teams ausmachen:

Gemeinsames Zielverständnis: Alle Teammitglieder haben ein klares Verständnis von den Zielen und der Mission des Teams. Es besteht Einigkeit darüber, was erreicht werden soll.

Klare Rollen und Verantwortlichkeiten: Jedes Teammitglied kennt seine Rolle im Team und versteht die damit verbundenen Verantwortlichkeiten. Dies minimiert Verwirrung und fördert die Effizienz.

Effektive Kommunikation: Kommunikation ist transparent, offen und effizient. Teammitglieder teilen Informationen rechtzeitig und klar, sodass alle auf dem gleichen Stand sind.

Vertrauen und Zusammenarbeit: Es herrscht ein hohes Maß an Vertrauen zwischen den Teammitgliedern. Die Mitglieder unterstützen sich gegenseitig und arbeiten konstruktiv zusammen, um gemeinsame Ziele zu erreichen.

Selbstverantwortung und Eigenmotivation: Teammitglieder übernehmen Verantwortung für ihre Aufgaben und zeigen Eigenmotivation. Sie sind bereit, sich selbst zu organisieren und haben einen starken Antrieb, erfolgreich zu sein.

Flexibilität und Anpassungsfähigkeit: High Performance Teams sind flexibel und können sich an veränderte Umstände und Anforderungen anpassen. Sie gehen proaktiv mit Veränderungen um.

Kontinuierliche Verbesserung: Das Team strebt kontinuierlich nach Verbesserung. Es reflektiert regelmäßig seine Leistung, identifiziert Bereiche, in denen es sich weiterentwickeln kann und setzt Maßnahmen zur Verbesserung um.

Klare Entscheidungsprozesse: High Performance Teams haben klare Strukturen für Entscheidungsprozesse. Es gibt Mechanismen, um Entscheidungen effizient zu treffen und sicherzustellen, dass alle relevanten Stimmen gehört werden.

Fähigkeit zur Konfliktlösung: Konflikte werden konstruktiv gelöst. Das Team hat Mechanismen, um Konflikte anzusprechen, zu verstehen und aufzulösen, ohne dass sie die Teamdynamik negativ beeinflussen.

Förderung individueller Stärken: High Performance Teams erkennen und nutzen die individuellen Stärken jedes Mitglieds. Die Aufgaben werden entsprechend verteilt, um die besten Fähigkeiten jedes Einzelnen zu nutzen.

Diese Merkmale können variieren und hängen oft von der Art der Arbeit, den Teammitgliedern und der Organisationskultur ab. Erfolgreiche High Performance Teams werden in der Regel eine Kombination dieser Eigenschaften aufweisen.


High-Performance-Teams
High-Performance-Teams finden wir überall 🙂

Wollen Sie nicht wissen, was Google in dieser Hinsicht meint?

Haben Sie evtl. schon von dem Projekt “Googles Projekt Aristoteles” gehört?

Der berühmte griechische Philosoph Aristoteles sagte, 

Das Ganze ist größer als die Summe seiner Teile.” 

Inspiriert von diesem Zitat und auf der Suche danach, was Teams erfolgreich macht, führte Google 2012 eine umfassende Studie mit dem Namen “Google’s Project Aristotle” durch. 

Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts Aristoteles

Das Projekt Aristoteles fand fünf Merkmale, die allen erfolgreichen und leistungsstarken Teams gemeinsam sind. Werfen wir einen genaueren Blick auf diese Erfolgsformel:

  1. Psychologische Sicherheit:

Ein High Performance Team schafft ein Umfeld der psychologischen Sicherheit, in dem jedes Mitglied offen Ideen austauschen kann, ohne Furcht vor negativen Konsequenzen. Dies fördert nicht nur die Innovation, sondern auch eine positive Teamdynamik.
Fokus Produktionsumfeld: In einem Produktionsumfeld bedeutet psychologische Sicherheit, dass Teammitglieder ohne Angst vor Sanktionen Bedenken äußern können, wenn sie potenzielle Gefahren oder ineffiziente Abläufe identifizieren. Dies fördert eine Kultur der Offenheit und kontinuierlichen Verbesserung.

Fokus StartUp: In einem StartUp könnte psychologische Sicherheit dazu führen, dass Teammitglieder freimütig ihre innovativen Ideen teilen, auch wenn diese risikoreich erscheinen. Eine solche Offenheit fördert Kreativität und die Entstehung disruptiver Lösungen.

  1. Zuverlässigkeit:

Zuverlässigkeit ist das Rückgrat eines High Performance Teams. Teammitglieder können sich darauf verlassen, dass Aufgaben rechtzeitig erledigt werden, was zu einer reibungslosen Zusammenarbeit und langfristigem Erfolg führt.
Fokus Produktionsumfeld: In der Produktion ist Zuverlässigkeit entscheidend für eine reibungslose Ablaufplanung. Teammitglieder müssen darauf vertrauen können, dass ihre Kollegen ihre Aufgaben rechtzeitig erledigen, um Produktionsengpässe zu vermeiden.

Fokus StartUp: In einem StartUp ist Zuverlässigkeit entscheidend, um Meilensteine zu erreichen. Wenn jedes Teammitglied zuverlässig seinen Beitrag leistet, kann das StartUp effizienter arbeiten und sich auf schnelle Markteinführungen konzentrieren.

  1. Struktur und Klarheit:

Ein erfolgreiches Team zeichnet sich durch klare Strukturen und Ziele aus. Jedes Mitglied versteht seine Rolle und Verantwortlichkeiten, was eine effiziente Zusammenarbeit und Ausrichtung auf die Gesamtziele ermöglicht.
Fokus Produktionsumfeld: In der Produktion bedeutet Struktur und Klarheit, dass jeder Mitarbeiter genau weiß, welche Rolle er in der Wertschöpfungskette spielt. Klare Prozesse und Verantwortlichkeiten führen zu einer optimierten Produktionslinie.

Fokus StartUp: In einem StartUp ist Struktur und Klarheit wichtig, um sicherzustellen, dass alle Teammitglieder die übergeordneten Ziele verstehen. Dies ermöglicht eine effektive Zusammenarbeit, besonders wenn Ressourcen begrenzt sind.

  1. Bedeutung der Arbeit:

High Performance Teams verstehen den tieferen Sinn ihrer Arbeit. Die klare Verbindung zwischen individuellen Aufgaben und der Gesamtmission des Teams motiviert zu herausragenden Leistungen.
Produktionsumfeld: Im Produktionsumfeld könnte die Bedeutung der Arbeit darin bestehen, dass jedes Teammitglied versteht, wie sein Beitrag zur Qualität des Endprodukts beiträgt. Dies steigert das Engagement und die Verantwortung für die Endprodukte.

Fokus StartUp: In einem StartUp kann die Bedeutung der Arbeit darauf abzielen, dass jedes Teammitglied die Vision des Startups verinnerlicht. Dadurch entsteht eine starke Bindung zur Mission, die über den reinen Jobaspekt hinausgeht.

  1. Auswirkung der Arbeit:

Ein High Performance Team erkennt nicht nur die individuellen Beiträge jedes Mitglieds, sondern auch deren Auswirkungen auf den Gesamterfolg. Diese Transparenz fördert nicht nur Zufriedenheit, sondern stärkt auch den Zusammenhalt im Team.
Fokus Produktionsumfeld: In der Produktion ist die Sichtbarkeit der individuellen Beiträge wichtig, um Effizienzgewinne zu erkennen. Teammitglieder, die ihre Auswirkungen verstehen, können sich besser auf Prozessverbesserungen konzentrieren.

Fokus StartUp: In einem StartUp könnte die Auswirkung der Arbeit darauf abzielen, dass Teammitglieder erkennen, wie ihre Anstrengungen den Gesamterfolg und das Wachstum des Startups beeinflussen. Dies fördert ein Gefühl von Eigenverantwortung und Zusammengehörigkeit.

Diese Erfolgsformel ist nicht auf eine Branche beschränkt, sondern bietet eine Vielzahl von Anwendungen für verschiedene Teamumgebungen. Die Frage bleibt: Haben Ihre Teams diese Schlüsselelemente integriert, um zu High Performance Teams zu werden?


Wie kann man das richtige Umfeld für Hochleistungsteams schaffen?

Sie können die folgenden Grundsätze beachten, um das richtige Umfeld für die Kultivierung hochleistungsfähiger Teams zu schaffen.

5 Grundsätze für Hochleistungsteams

  1. Kollektive Identität:
    • Schaffen Sie ein Gefühl der kollektiven Identität, indem Sie die aktive Beteiligung aller Mitglieder fördern und eine Vision mitgestalten. Eine Studie über Teams in der Öl- und Gasindustrie ergab, dass Teams mit einer ausgeprägten Teamidentität einen positiven Zusammenhang zwischen Teamlernen und -leistung sowie der Vielfalt der Fachkenntnisse aufweisen.
  2. Kollaboration für mehr Erfolg:
    • Lassen Sie die Mitarbeiter das Steuer ihres Autos selbst in die Hand nehmen, indem Sie ihnen die Möglichkeit geben, ihre spezifische Rolle und Bedeutung für die Gesamtleistung des Teams zu erkennen. Beziehen Sie ihre Ideen und Vorschläge ein, um an einer gemeinsamen Vision zu arbeiten.
  3. Zuständigkeiten:
    • Definieren und weisen Sie Rollen und Zuständigkeiten klar zu, um Verwirrung, Konflikte und Verschwendung von Arbeit zu vermeiden. Eine weitere Studie mit multidisziplinären Teams hat gezeigt, dass sich die Klarheit über die Rollen der Teammitglieder positiv auf die Verbesserung der Leistung, des Wohlbefindens und der Teamergebnisse auswirkt.
  4. Fördern Sie eine Kultur der psychologischen Sicherheit und des Lernens
    • Wenn Sie in einem herausfordernden und dynamischen Umfeld arbeiten, sollten Sie eine Kultur der psychologischen Sicherheit fördern, die Fehler als Chance begreift, neue und bessere Ideen zu entwickeln. Amy Edmondson stellte eine bemerkenswerte positive Korrelation zwischen gut geführten Teams und der Häufigkeit ihrer Fehler fest, was auf eine offene Kultur zurückzuführen ist, in der Fehler gemeldet werden und aus ihnen sowie aus der Unterstützung des Teams gelernt wird.
  5. Stärkung der Teamfähigkeit
    • Fördern Sie ein ausgeprägtes Gefühl der Teamfähigkeit. Mitglieder arbeiten bereitwillig und produktiv, wenn sie von der Stärke des Teams überzeugt sind. 

KONTINUITÄT schlägt INTENSITÄT. Wenn Sie also die Meisterschaft in diesem Bereich erlangen wollen, dann tun Sie es einfach, indem Sie Ihre Teams dazu bringen, die Eigenschaften von Hochleistungsteams zu übernehmen und selbst die Prinzipien von High Performance Teams anzuwenden. 

Sie können natürlich auch aktiv werden um die Teamzufriedenheit steigern. Das kann immer ein erster guter Schritt sein, um den Weg zu High Performance Teams zu beschreiten.
Sie Sollten aber auch die Grundlagen zu den Phasen der Teamentwicklung kennen, um zu wissen welche Interaktionen ggf. besser funktionieren und was Sie dabei beachten sollten.

Und was auch sehr hilfreich sein könnte, wenn Sie wirklich mit dem Gedanken spielen echte High Performance Teams zu entwickeln, sind gute Retrospektiven, mit den Sie dem Team dabei helfen an den richtigen Entwicklungsfeldern zu arbeiten. Hier finden Sie auch noch ein paar sehr wirksame Retrospektive Methoden, die Sie unbedingt mal ausprobieren sollten.

Teilen Sie diesen Blog, um auch andere mit ins Boot zu holen! Gute Teams entwickeln sich nur, wenn man es zulässt und bereit ist die Rahmenbedingungen dazu zu schaffen. Also starten Sie und sorgend Sie für die Entwicklung der nächsten High Performance Teams!

Wollen Sie jedoch mehr über das Thema Agile Leader erfahren, dann lesen Sie sich auch die anderen sehr interessanten Artikel dazu.