gute Gewohnheiten

Wie du mit diesen 18 Wegen schlechte in gute Gewohnheiten ändern kannst!

Jeder kann gute Gewohnheiten aufbauen, schlechte Gewohnheiten ändern und dadurch die eigenen Zufriedenheit erhöhen. Wie das funktionieren kann, schauen wir uns heute an.

Hast du dich schon einmal gefragt, wie du gute Gewohnheiten entwickeln könntest, die dir dauerhaften einen Nutzen und einen Vorteil bringen können? Und hast du eine gute Antwort für dich gefunden?  Lass uns zusammen auf das Thema Gewohnheiten schauen und gemeinsam erforschen, was funktioniert und was dabei helfen könnte.

Gute Gewohnheiten zu entwickeln ist nicht so schwer, wie es scheint. Du hast bestimmt auch schon davon gehört, dass Gras nicht schneller wächst, wenn man dran zieht. Das gilt natürlich auch für Gewohnheiten, denn Kontinuität ist dabei viel wichtiger als Intensität.

Was sind denn eigentlich Gewohnheiten?

Gewohnheiten sind die regelmäßigen Handlungen bzw. Verhaltensmuster, die wir immer wieder ausführen. Die meisten laufen dann wie ein Programm oder eine Routine ab und passieren in den meisten Fällen unbewusst. Es ist also unser eigenes Programm und unsere Routine, die uns durch den Tag begleitet. Manchmal bewusst, oft jedoch ganz automatisch und unbewusst. Der Mensch ist also ein Gewohnheitstier.

Wann sprechen wir von guten und wann von schlechten Gewohnheiten?

Was würde ein Anwalt an dieser Stelle sagen? Es kommt drauf an. Natürlich gibt es einige allgemeine Gewohnheiten, die wir als gute Gewohnheiten und als schlechte Gewohnheiten definieren. Hier sind ein paar – wie würdest du diese Gewohnheiten zuordnen? Sind es eher gute Gewohnheiten oder eher schlechte Gewohnheiten:

  1. Andere kurz Unterbrechen, um etwas wichtiges zu sagen
  2. Neue Dinge starten und die alten nicht abschließen
  3. Früh aufstehen
  4. Immer sofort auf Nachrichten reagieren
  5. Multitasking nutzen, um produktiver zu sein
  6. Nach dem Aufstehen das Bett machen
  7. Auszeit von elektronischen Geräten nehmen
  8. Über andere Personen schlecht sprechen
  9. Bücher lesen und Podcasts hören
  10. Über sich selbst nachdenken und reflektieren

War das einfacher, oder eher anspruchsvoll?  

Manchmal ist es jedoch etwas anders und die Gewohnheiten sind „auf den Kopf“ gestellt.

Nehmen wir mal an du willst Gewicht zunehmen und willst als Sumo-Ringer erfolgreich werden. Wie würdest du dann die Gewohnheit „10x am Tag eine Mahlzeit einnehmen“ bewerten? Im Allgemeinen würden wir wahrscheinlich sagen, dass es eine schlechte Gewohnheit ist und zu Übergewicht führen wird. Als angehender Sumo-Ringer würden wir diese Gewohnheit aber als eine gute Gewohnheit abspeichern.

Ob also Gewohnheiten für uns als gute Gewohnheiten oder als schlechte Gewohnheiten zählen, kann auch von unserem persönlichen Ziel und unserer Situation abhängen.

Wenn wir uns also die Frage stellen, WAS WILL ICH ERREICHEN ODER SEIN und dann kurz über unsere Gewohnheiten nachdenken, ist es einfacher zu verstehen, ob es gute Gewohnheiten sind oder ob wir die Gewohnheiten ändern sollten. Es ist dann ganz natürlich, dass wir eine Neigung zur Entwicklung guter Gewohnheiten haben, aber oft stehen wir uns selbst im Weg, denn das „aufgespielte Programm“, welches uns oft unbewusst durch den Tag leitet, steuert unsere Handlungen und unser Verhalten in vielen Fällen automatisch.

Um also die Gewohnheiten zu ändern, sollten wir erst verstehen, welche wir haben und wie wir gute Gewohnheiten entwickeln können.

Wie entwickelt man gute Gewohnheiten?

Gewohnheiten entwickeln
Gewohnheiten entwickeln und einen eigenen Weg finden

Diese 11 ersten Schritte zur Entwicklung guter Gewohnheiten sind entscheidend, um einen dauerhaften Nutzen für die eigenen Zufriedenheit zu ziehen und sich besser zu fühlen:

1. Hinterfrage dich selbst

Frage dich zuallererst, warum du gute Gewohnheiten entwickeln willst. Ein Grund, der sich aus deinem persönlichen Willen zur Verbesserung ergibt und nicht aus dem, was von dir gesellschaftlich erwartet wird, ist entscheidend dafür, dass du auf dem richtigen Weg bleibst.

2. Mache kleine Schritte

Du kennst eine Menge guter Gewohnheiten, richtig? Aber führe sie nicht alle auf einmal ein. Fange klein an und gehe in kleinen Schritten vor. Um deine Routine nicht durcheinander zu bringen, nimm dir eine kleine Gewohnheit nach der anderen vor.

3. Wähle Gewohnheiten aus und sei dabei spezifisch

Bestimme die Gewohnheiten, die du entwickeln oder aber ändern möchtest und sei spezifisch, um die Planung und Ausführung zu erleichtern. Wenn du große Veränderungen erleben willst, beginne lieber mit kleinen, konkreten Gewohnheiten als mit unklaren Gewohnheiten und zu großen Schritten.

4. Greife auf deine aktuelle Routine zurück

Sobald du eine Gewohnheit ausgewählt hast, überprüfe deine derzeitige Routine. Stelle fest, was geändert, weggelassen oder hinzugefügt werden muss, um diese Gewohnheit zu übernehmen. Oft können Gewohnheiten so kombiniert werden, dass sie sich ergänzen und gegenseitig stärken.

5. Hindernisse beseitigen oder einführen

Beseitige alle Hindernisse, die dich daran hindern könnten, die von dir gewählte Gewohnheit erfolgreich umzusetzen. Versuche auch ein eignes System zur Verhinderung von ungewollten Gewohnheiten zu finden und einzuführen. Wenn du z.B. abends das Handy im Bett zu viel nutzt und es ändern willst, dann schließe die Ladestation z.B. in der Küche an. So muss das Handy in der Küche geladen werden und du hast damit eine zusätzliche Hürde definiert.

6. Bleibe fokussiert und positiv

Konzentriere dich auf die Gewohnheit, die du gewählt hast und vermeiden es, gleichzeitig an verschiedenen Gewohnheiten zu arbeiten, um sich nicht zu verzetteln. Entwickle eine positive Haltung, indem du dich auf die Möglichkeiten und nicht auf die Schwierigkeiten konzentrierst.

7. Erstelle einen Plan und sei konsequent

Erstelle einen Aktionsplan, der notwendig ist, um die Gewohnheit in deiner täglichen Routine einzubauen und halte dich daran, indem du diesen Plan gewissenhaft befolgst. Passe den Plan an, probiere einiges aus und finde den eigenen Weg für dich persönlich. Versuche nicht andere Pläne von anderen Personen zu kopieren – es wird erst klappen, wenn es DEIN eigener Plan wird.

8. Ziele setzen

Setze dir klare Ziele und formuliere diese Ziele aus. Viele schreiben sich die Ziele nicht auf. Du erhöhst die Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung um ein Vielfaches, wenn du die Ziele schriftlich notierst und regelmäßig drauf schaust. Wenn die Ziele zu groß sind, dann unterteile die Ziele einfach in kleinere Ziele. Du kannst dazu auch die Vorlage aus dem Downloadbereich nutzen.

9. Verantwortlich sein

Es ist leicht, vom Weg abzukommen, wenn niemand auf dich achtet. Verpflichte dich und teilen  den Menschen in deinem Umfeld mit, was du erreichen willst, damit du zur Verantwortung gezogen werden kannst. Du bist verantwortlich für das Ergebnis. Suche also Lösungen und übernimm die Verantwortung für das eigene Handeln.

10. Hole andere mit ins Boot

Versuche nicht alles allein. Hole dir deine Verwandten und Freunde mit ins Boot, um Unterstützung zu bekommen. Erzähle deinen Freunden, Bekannten, Verwandten und allen die es wissen sollten, an welchen Gewohnheiten du aktuell arbeitest und frage auch nach Unterstützung. Das steigert zusätzlich die Erfolgschancen und erhöht die Motivation.

11. Erfolge und kleine Schritte feiern

Belohne dich schließlich auf angemessene Art und Weise und feire die Meilensteine und Erfolge, um die Selbstwirksamkeit zu erhöhen. Auch das kann eine sehr wirksame und motivationsfördernde Gewohnheit werden. Wir feiern leider zu selten kleine Erfolge und sehen oft die Dinge die noch fehlen, anstatt uns über die Dinge zu freuen, die wir schon erreicht haben.

Unser tägliches Leben besteht überwiegend aus Gewohnheiten, die wir uns im Laufe der Jahre unbewusst angeeignet haben. Es ist an der Zeit, dass du die Schritte zur Entwicklung guter Gewohnheiten anwendest und dein persönliches und berufliches Leben durch die Entwicklung guter Gewohnheiten zum Besseren wendest.

Gute Gewohnheiten zur Produktivitätssteigerung

Gute Gewohnheiten um produktiver zu werden
Gute Gewohnheiten um produktiver zu werden

Es gibt auch einige gute Gewohnheiten, die zur Steigerung der eigenen Produktivität beiztragen können. Diese wollen wir uns auch einmal kurz anschauen.

Wie man produktiv wird oder auch die besten Produktivitätsgewohnheiten, die jeder ausprobieren sollte!

Es gibt einige wahnsinnig produktive Gewohnheiten, die gleichzeitig die Gewohnheiten hochproduktiver Menschen sind, die du kultivieren musst, um im Leben produktiver zu werden und Erfolg zu haben. Werfen wir einen Blick darauf, welche das sind:

12. Plan erstellen

Erstelle einen Plan für alles, was du in einem bestimmten Zeitraum erledigen willst und halte ihn ein. Wenn du planst, wie viel Zeit du für die Erledigung bestimmter Aufgaben aufwenden wirst, führt das zur Pünktlichkeit und Produktivität im täglichen Leben.

Die Autorin Laura Vanderkam hat in ihrem Buch What the Most Successful People Do at Work herausgefunden, dass die Korrelation zwischen dem Zeitverbrauch von CEOs und deren Arbeitsergebnissen ausschließlich von den Stunden abhängt, die für geplante Aktivitäten aufgewendet werden”.

13. To-Do-Listen erstellen

Erstelle To-Do-Listen, die realistisch sind und bei denen weniger mehr ist. Erstelle keine Liste mit 30 Aufgaben pro Tag, um zu vermeiden, dass du dich selbst überlastest und überforderst. Erforsche auch hier eine für dich passende Form.

14. Neu bewerten, was wichtig ist

Um die Produktivität zu steigern, solltest du das Pareto-Prinzip (auch 80/20-Regel genannt) anwenden, demzufolge achtzig Prozent der Ergebnisse aus zwanzig Prozent der Maßnahmen resultieren. Über also das Priorisieren, denn es wird dir in vielen anderen Situationen und Lebenslagen helfen.

Zerlege die Aufgaben in kleinere Aufgaben und lege den Schwerpunkt auf die 20 % der Aufgaben, die zu 80 % der Ergebnisse beitragen werden.

15. Früh aufstehen und den Frosch essen

Beginne deinen Tag früh und verbessere dich körperlich und geistig, indem du morgens z.B. etwas Sport treibst oder meditierst. Es muss nicht immer eine Stunde sein.

Danach solltest du den Frosch essen, d. h. die schwierigen Aufgaben in den frühen Morgenstunden erledigen, wenn es kaum Ablenkungen gibt und dein Gehirn und dein Körper noch ganz aktiv sind. Welche Aufgabe ist das wichtigste Heute?  

16. Lasse Multitasking hinter der Tür

Versuche nicht, mehrere Dinge auf einmal zu tun. Die Forschung zeigt, dass Multitasking nicht produktiv ist, weil es die Effizienz und Leistung des Einzelnen mindert.

Nimm dir eine Sache nach der anderen vor, um Effektivität und Effizienz zu erhalten und sogenannte „geistige Wechselzeiten“ zu eliminieren.

17. Ablenkungen limitieren

Arbeite in einer Umgebung, die frei von Ablenkungen ist, oder schränke Ablenkungen ein. Räume deinen Arbeitstisch auf. Platziere deine Endgeräte (wie z.B. das Handy) außerhalb deiner Reichweite, denn wir alle wissen, wie verlockend eine einzige Benachrichtigung während der Arbeit ist.

Es ist einer der besten Produktivitäts-Tipps, sein Handy nicht zu benutzen, denn Untersuchungen zeigen, dass dadurch die kognitive Leistungsfähigkeit abfallen wird. Das Handy in diesen Phasen auf Stumm schalten und idealerweise mit dem Display nach unten umdrehen.

18. Pausen machen

Mache jedes Mal eine Pause, wenn du das Bedürfnis danach hast. Erfrische dich und lade dich geistig auf, indem du in den Pausen z.B. Sport treibst, gesunde Snacks zu dir nimmst oder mal an die frische Luft gehst. Eine Studie hat gezeigt, dass ein Spaziergang außerhalb des Büros die Produktivität steigert.

Baue also für die passenden Gewohnheiten aus!

gute Gewohnheiten selbst entwickeln
Gute Gewohnheiten selbst entwickeln und einen eigenen Weg finden

Wenn du nur ein paar diese Tipps befolgst, dann wirst du sehr schnell deine schlechten Gewohnheiten in gute Gewohnheiten ändern.

Kontinuität ist wichtiger als Intensität, also fange in kleinen Schritten an und gehe deinen persönlichen Weg dabei. Es wird nicht immer sofort klappen, vielleicht wird es hier und da mal schwer oder es wird zu Rückschlägen führen. Wenn du jedoch immer dran denkst, dass der Weg das Ziel ist, kommt der Erfolg dann von selbst. Achte dabei dann mehr auf das, was du bereits erreicht hast und etwas weniger auf das was noch vor dir liegt.

Wenn es dir gelingt, dieses Experiment positiv und neugierig zu beschreiten, dann wird das automatisch eine neue Routine und eine neue Gewohnheit. Nutze also eine Routine und eine Gewohnheit, um deine Gewohnheiten zu verändern und nutze auch agile Methoden, um deine Kompetenzen der Problemlösung zu steigern. Wenn du auch an weiteren Selbstmanagement Methoden interessiert bist, findest du auch hier einen interessante Artikel dazu.

Du interessierst dich vielleicht noch für das Thema TEAM & FÜHRUNG, dann schaue dir auch die anderen sehr interessanten Artikel dazu an. Viel Spaß dabei.

Leitner-System

Das Leitner-System beim Lernen

Wofür ist das Leitner-System geeignet?

Das Leitner-System wurde von Sebastian Leitner, einem deutschen Journalisten, entwickelt. Das Leitner-System hilft dabei, sich die Informationen schnell einzuprägen und bei dieser Technik dienen Karteikarten als Lernmittel, um das Einprägen zu erleichtern. Es gehört zu den effektivsten Lernmethoden und ist in der Anwendung so simpel, das es auch für Kinder geeignet ist. Es wird auch oft als SPACED REPETITION SYSTEM bezeichnet.

Der “Spacing-Effect” ist das Prinzip, das dem sogenannten “Spaced Learning” zugrunde liegt. Diese Theorie besagt, dass unser Gehirn am besten funktioniert, wenn der Lernstoff über einen längeren Zeitraum hinweg gelernt wird und nicht nur in einer Sitzung, in der er gespeichert wird. Je stärker die Verbindungen zwischen den Informationen sind (mit anderen Worten: Wenn du etwas wirklich gut lernst), fällt es dir leichter, dich an diese Fakten zu erinnern, weil sie in unsere Netzwerke eingewoben sind!

Das Leitner-System verwendet eine zeitlich gestaffelte Wiederholung, die sich an Zeitintervallen orientiert. Anstelle des Paukens ermöglicht es den Lernenden, das Lernen zeitlich zu verteilen. 

Leitner-System

So fangen Sie an

Nehmen Sie Ihr Material wie zum Beispiel Karteikarten, einen Kalender und Boxen.

Erstellen Sie Ihre Karteikarten. Achten Sie darauf, dass die Karteikarten so einfach wie möglich sind z.B. nur ein Begriff auf einer Karte. Entscheiden Sie selbst was und wie viel Sie auf jeder Karte notieren. Bedenken Sie jedoch immer – je mehr Sie auf die Karte schrieben, desto länger dauert das abspeichern. Daher wäre meine Empfehlung dazu – eher einfacher halten und dafür schneller lernen!


Tragen Sie in ihrem Kalender die Lernzeiten ein, um die Übersichtlichkeit zu erhöhen. Was ist damit gemeint? Jeder Plan funktioniert nur so gut wie er auch umgesetzt wird. Also planen Sie eine konkrete Lernzeit ein, damit Sie sich auch dazu verpflichten und diese Zeit dafür blocken. Anstatt z.B. sinnlos in den Social Media Kanälen die Beiträge anderer Personen zu verfolgen, investieren Sie lieber Zeit in sich und sorgen Sie selbst für Ihre Weiterentwicklung!

Ich glaube, jeder kann sich etwas Zeit im Kalender verschaffen. Man muss es nur wollen!


Beschriften Sie die Boxen entsprechend der Lernzeit, z. B:

  1. Box 1 für die tägliche Wiederholung
  2. Box 2 für die Wiederholung jeden zweiten Tag
  3. Box 3 für eine wöchentliche Wiederholung

–> nach diesem Beispiel würden Sie alle Karten aus Box 1 täglich kernen, alle 2 Tage die Karten aus Box 2 und 1x/Woche die Karten aus Box 3 wiederholen.


So funktioniert es

Das Hauptziel besteht darin, alle Karten in die letzte Box zu bringen, um diese Inhalte/Begriffe/Lernthemen dann nur noch sporadisch zu wiederholen, bis alles so abgespeichert ist, dass sie es im Schlaf aufsagen können.

Jede Karteikarte beginnt also in Box 1 – der täglichen Wiederholung. Wenn Sie richtig antworten, legen Sie die Karte in die nächste Box (Box 2) – somit wird das dann nur noch alle 2 Tage abgefragt. Wenn Sie falsch antworten, legen Sie die Karte wieder in Box 1 zurück. Das bedeutet also, ist die Antwort richtig, geht es in die nächste Box und es wird seltener abgefragt. Ist die Antwort falsch, geht es ein Stufe zurück und wir öfters abgefragt.

Zum Schluss legen Sie die Karten aus Box 1 ab. Das sind die Begriffe, die Ihnen noch nicht klar sind und die Sie weiter lernen müssen. Diese Box würde ich nicht überladen, denn je mehr Sie sich vornehmen, desto mehr Zeit werden Sie dafür benötigen. Vergessen Sie nicht – die Lernzeit bestimmt Ihren Fortschritt. Testen Sie es einfach aus und finden Sie einen passenden Weg für sich. Wir lernen alle etwas unterschiedlich, daher finden Sie einen eigenen guten Weg.

Die Karten in Box 2 enthalten die Begriffe, die Ihnen vertraut(er) sind. Diese werden – wir bereits beschrieben – immer alle 2 Tage wiederholt. Wenn Sie es also einfach halten wollen, würde ich für diese Box vorschlagen den Dienstag, Donnerstag und Samstag als Wochentag zu definieren.

Box 3 wird dann nur 1x/Woche wiederholt. Suchen Sie sich dafür einen Wochentag aus der gut geeignet ist. Ein Tipp von mir. Machen Sie es morgens, dann besteht nicht das Risiko, dass es mal nicht klappt und wenn doch, können Sie es ggf. noch abends nachholen!

Ich sortiere die Karten dann aus der Box 3 aus, sobald ich es 4x in Folge richtig beantwortet habe. Tipp dazu: markieren Sie die Karten z.B. mit einem kleine Punkt (mit einem Bleistift) an der oberen Ecke. Haben Sie 4 Punkte wird aussortiert und falls es wieder in Box zwei geht, können Sie die Punkte wieder wegradieren. So bleibt es einfach in der Handhabung.

Führen Sie diese Vorgehensweise an Ihrem Lerntag so lange durch, bis alle Karteikarten, die für diesen Lerntag vorgesehen waren, abgefragt wurden oder Ihre geplante Lernzeit abgelaufen ist. Schauen Sie auch hier was am besten bei Ihnen funktioniert. Das wichtigste ist – KONTINUITÄT schlägt INTENSITÄT, also lieber oft anstatt viel zu lernen!

Warum ist es so effektiv?

Das Leitner-System bringt das Gehirn in Schwung. Dies ist nicht möglich, wenn Sie neue oder schwierige Informationen nur lesen. Indem wir uns die Informationen ins Gedächtnis rufen und die Fragen beantworten, hilft es uns, auf die Informationen zuzugreifen, die in unserem Gedächtnis gespeichert sind. 

Es ist für unser Gehirn schwierig, die Informationen auf einmal zu verarbeiten. Mit dem Leitner-System, dass sich auf die regelmäßige Wiederholung konzentriert, werden die Informationen wirkungsvoller verarbeitet und unser Gehirn verarbeitet “gehirngerechte” Einheiten.

Nutzen Sie diese Lernmethode für z.B. neue Sprachen, Vokabeln, Fachbegriffe, Formeln und viele andere Dinge, die Sie sich dauerhaft merken wollen! Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und viel Spaß damit.

Hier findest Du noch weitere Lernmethoden und Anleitungen, um das Lernen zu Lernen. Mit der richtigen Vorgehensweise ist vieles deutlich einfacher – also schau Dir diese hilfreichen Anleitungen an.

Feynman-Methode

Warum die Feynman-Methode so gut ist?

Wie kann man am einfachsten Lernen? indem man das Wissen weiter gibt! Klingt komisch? Dann schau dir die Feynman-Methode oder die Feynman-Lerntechnik an und verstehe das Geheimnis dahinter.

Wenn Du also nach einer Möglichkeit suchst, dein Lernen zu verbessern und effektiver zu werden, ist die Feynman-Methode möglicherweise der beste Weg, um absolut alles zu lernen. Es wurde von einem mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Physiker –Richard Feynman– entwickelt und nutzt die Kraft des Lehrens für besseres Lernen.

Die Feynman-Methode ist eine einfache Möglichkeit, um alle neuen Themen zu lernen.

Warum solltest Du das machen?

Lernen geschieht nicht dadurch, dass man ein Buch durchblättert oder sich genug erinnert, um einen Test zu bestehen. Wirksames Lernen erfolgt dann, wenn Du die Inhalte erklären und in einer Vielzahl von Situationen verwenden kannst. Die Feynman-Methode kann dafür eine sehr wirksame Alternative sein. Diese Technik hilft also dabei, etwas Neues auf einfache Weise zu lernen.

Die Feynman-Methode besteht aus vier Schritten, die auf der ursprünglich von Richard Feynman verwendeten Methode basiert und leicht angepasst wurde.

Ein Ziel und die Idee hinter dieser Feynman Methode ist, ein tiefes Verständnis und “echtes” Wissen zu einem Thema aufzubauen durch REDUZIEREN der Inhalte, VEREINFACHEN des Gelernten z.B. durch das Weglassen von Fachbegriffen in der Erklärung und durch WIEDERHOLUNG.


Die Schritte sind wie folgt:

1. Thema identifizieren und so gut erklären, dass es verstanden wird

Nimm dir ein leeres Blatt Papier. Schreibe das Hauptthema, das Du erlernen willst auf. Schreibe nun andere Ideen auf, die mit dem Thema zu tun haben. Tue so, als würdest Du es nicht einem Erwachsenen, sondern einem Kind erklären wollen, das lediglich über minimale Kenntnisse verfügt, um die grundlegenden Konzepte zu verstehen. Hier sind zwei Dinge wichtig:

  1. Spreche in einfachen Worten
    • Verwende ein einfaches Vokabular, das ein Kind verstehen kann. Je mehr Du eine einfache Sprache verwendest, desto besser wird das Verständnis auf einer tieferen Ebene.  
  2. Knappheit
    • Die Aufmerksamkeitsspanne eines Kindes ist zu kurz, daher must Du die Inhalte in einer begrenzten Zeit vermitteln. Außerdem sind Kinder nicht in der Lage, komplexe Sachverhalte zu verstehen. Versuche also, den Inhalt prägnant und verständlich zu gestalten. 

Oft nutze ich auch unwissende für einen ersten Test, so muss ich es sehr genau und verständlich erklären.

2. Lücken in der Erklärung identifizieren und schließen

Was nicht erklärt werden kann oder ungenügend erklärt wurde notieren und nacharbeiten, um es besser zu verstehen. In dieser Phase solltest Du deine Wissenslücken identifizieren und feststellen, was noch fehlt. Nimm dir dann die Quellen vor, z. B. die Mitschriften der Vorträge, deine Schulungsunterlagen oder was Du auch dafür zur Verfügung hast und versuche durch “Nacharbeiten” diese Lücken . Wenn Du nicht genügend Informationen gefunden hast, nimm Bücher zur Hand, recherchiere im Internet und schließe die Lücken.   

3. Inhalte organisieren und bestehendes vereinfachen

Jetzt findet die zusätzliche Vernetzung des Wissens statt. Du hast nun deine Notizen mit einfachen Erklärungen ergänzt und erweitert. Ordne sie, vereinfache sie, strukturiere sie und lese dann alles wie eine Geschichte von Anfang bis Ende laut vor. Wenn es Unklarheiten gibt, wiederhole es, bis Du es flüssig wiedergeben kannst. In diese Phase speicherst Du das Wissen ab. Nutze dafür am besten eine Mindmap.

4. Thema erklären und dem Prozess erneut starten

Wissen wird nur größer, wenn man es teilt, also das Wissen weiterzugeben ist der Schlüssel und zusätzlich hilft es auch anderen! Nun kannst Du das Thema erneut erklären und und feststellen ob Wissenslücken vorhanden sind, der Inhalt gut und verständlich wiedergegeben werden kann und ob Du nun “Sattelfest” bist. Ist das Thema zu groß für den Anfang, kannst Du es unterteilen z.B. in “Grundlagen”, “Fortgeschritten”, “Experte”. Such einen für Dich passenden Weg und ich bin sicher, du wirst ihn finden!

Oft wird davon gesprochen, dass durch die Feynman-Methode die Lerngeschwindigkeit um den Faktor 4 erhöht wird. Ich persönlich habe es nicht ausgewertet, aber ich wende es immer an, um neue Inhalte zu erlernen und es dann auch anderen beizubringen, um so auch andere zu befähigen.


Feynman-Methode

Hier findest Du noch weitere Lernmethoden und Anleitungen, um das Lernen zu Lernen. Mit der richtigen Vorgehensweise ist vieles deutlich einfacher – also schau Dir diese hilfreichen Anleitungen an.

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Mit der Loci-Methode nie etwas vergessen!

Loci-Methode – eine der BESTEN Gedächtnismethoden

Die Loci-Methode besteht darin, sich Informationen durch eine imaginäre Reise zu merken, indem man Gegenstände an einem bestimmten Punkt platziert. Anschließend werden die Informationen in einer bestimmten Reihenfolge abgerufen, indem man in der Vorstellung an denselben Ort zurückkehrt. Andere Bezeichnungen für die Loci-Methode sind Reise-Methode, Gedächtnispaläste, imaginäre Reise und Gedächtnispalast-Technik. Loci ist der Plural von Locus, was Ort bedeutet.

Verwendungsmöglichkeiten dieser Gedächtnismethode

Diese Technik wird für verschiedene Zwecke eingesetzt, z. B. bei Gedächtniswettbewerben zum Abrufen von Ziffernfolgen, Buchstaben, Wortlisten und Gesichtern. Sie wird auch in der Neurobiologie und Psychologie eingesetzt. Sie hilft Menschen, die unter Depressionen leiden, sich an positive und zuversichtliche Erinnerungen zu erinnern. Es verbessert auch die Fähigkeit von Menschen, die an leichten kognitiven Beeinträchtigungen leiden, zu lernen und sich an Informationen zu erinnern. Darüber hinaus kann es auch zum Erlernen des Wortschatzes einer zweiten Sprache verwendet werden.

Wie funktioniert die Loci-Methode?

Die Loci-Methode ist eine mentale Strategie, die Visualisierungen verwendet. Bei dieser Methode stellt man sich einen beliebigen Ort vor, z. B. einen Palast, ein Haus, eine Stadt oder eine Straße, und die Gegenstände, die sich an diesem Ort befinden. Zum Beispiel in einer Wohnung auf dem Tisch, neben der Lampe, im Garten, unter dem Stuhl.  Die Gegenstände oder Informationen, die Du nun gedanklich in deinem Haus platzierst, sind die Dinge, die Du dir merken oder lernen möchtest.  

Um sich dann also jeden Gegenstand ins Gedächtnis zu rufen, gehst Du nun in deiner Vorstellung durch deine Wohnung zurück und läuft deine gedachte Route ab. Gehe nun an jedem Gegenstand vorbei, den Du dort platziert hast, schaue diesen Gegenstand dann in deiner Vorstellung an, oder hebe diesen Gegenstand auf. Das wird dich dazu veranlassen, sich diese Informationen ins Gedächtnis zu rufen.

Die Experten auf diesem Gebiet z.B. beim Spiel “Ich packe meinen Koffer” können sich locker über 100 Begriffe merken.

Wie wirksam ist diese Gedächtnismethode?

Die Loci-Methode gehört zu den mnemotechnischen Strategien, wie die Entwicklung von Wort- oder Buchstabenmnemotechniken oder das Zusammenstellen von Informationen (Chunking). Diese Methode eignet sich gut zum Lernen und Einprägen. Sie verbessert die Fähigkeit, Informationen in einer bestimmten Reihenfolge abzurufen. Diese Technik verbessert die Gehirnfunktion und die Konnektivität.

Die Wirksamkeit kann ich zu 100% bestätigen. Es gab nur selten ein “Familien Battle” wo ich bei diesen Mnemo-Spielen nicht gewonnen habe. Es lag zu 99% der Fälle nur an meiner Technik und dieser Methode 😉

Loci-Methode
Loci-Methode

Versuche es einfach mal mit „Ich packe meinen Koffer“ und verbinde die Begriffe mit deinen Gegenständen auf deiner persönlichen Gedächtnisroute. Du wirst bereits nach der ersten Runde einen Unterschied merken. 💯%ig.

Und damit es lustig bleibt, spiele es mal mit Kindern. Kinder können i.d.R. besser “Ich packe meinen Koffer” spielen als Erwachsene.

Versuche es und erlebe selbst den Unterschied.

Und wenn Du deine Gedächtnisroute am nächsten Tag – manchmal auch viele Tage später – in Gedanken abläufst, wirst Du dich noch an diese Begriffe erinnern. Das garantiere ich dir.

Wie weit bist Du vom Weltrekord entfernt? Mache den Test vor dem Einsatz dieser Gedächtnismethode und dann danach und Du wirst diese Technik nie wieder vergessen 🙂

Nutzen diese bewährte Methode, um das Lernen zu vereinfachen und um dir Dinge einfacher zu merken. Die Loci-Methode ist auch sehr gut für andere Gedächtnisspiele und Wettbewerbe geeignet. Hat man einmal seine Gedächtnisrouten im Kopf definiert, wird es dann immer einfacher mehr Begriffe an diese Routen zu koppeln.

Und nicht vergessen – KONTINUITÄT schlägt INTENSITÄT! Daher kleine Schritte gehen, regelmäßig üben und kontinuierlich die eigenen Fähigkeiten (weiter)entwickeln.

Hier findest Du noch weitere Lernmethoden und Anleitungen, um das Lernen zu Lernen. Mit der richtigen Vorgehensweise ist vieles deutlich einfacher – also schau Dir diese hilfreichen Anleitungen an.

PQ4R

Mit PQ4R effektiver Bücher lesen!

Einleitung – Mit PQ4R effektiver Bücher lesen und auf die nächste Stufe kommen!

PQ4R ist eine von Thomas E.L. und Robinson H.A. vorgestellte Lerntechnik, die den Schülern beim Lesen hilft. Das Verstehen, Behalten und anschließende Abrufen von Informationen ist eine große Herausforderung für die Lernenden. Diese Methode zielt darauf ab, das Lesen zu erleichtern. 

Wer kennt nicht dieses Problem: Ich habe etwas gelesen und kann mich aber irgendwie nicht wirklich an die wesentlichen Punkte erinnern! Ich glaube so geht es vielen von uns, oder?

Genau bei diesem Problem könnte die PQ4R Lernmethode helfen. Also lasst uns mal kurz über diese Technik nachdenken und gemeinsam herausfinden was es genau ist und wie es dann funktioniert.

Wie funktioniert also die PQ4R?


PQ4R besteht aus den folgenden Schritten:

  1. Schritt – Vorschau (Preview)

In der Vorschau wirst Du in das Thema eingeführt, indem Du die Überschriften, Titel, den ersten und letzten Absatz jedes Abschnitts und die visuellen Darstellungen überfliegst. Schau Dir auch die Schaubilder, Diagramme oder Karten an. So erfährst Du etwas über das Gesamtkonzept des Inhalts. Hierbei geht es also um einen schnellen, groben Gesamtüberblick.

2. Schritt – Fragen (Questions)

Notiere Dir nach der Durchsicht des Textes Fragen, die sich auf den Inhalt beziehen, den Du gelesen hast. Zum Beispiel:

  • Was sind die wichtigsten Punkte?
  • Was werde ich nach der Bearbeitung dieses Inhalts lernen?
  • Was muss ich beantworten können?

Anhand dieser Fragen kannst Du auch feststellen, wie weit Du den Inhalt verstanden hast.  

3. Schritt – Lesen (Read)

Nun ist der Schritt gekommen, mit dem die meisten Menschen direkt starten. Jetzt kannst Du nun den Text bewusst und mit voller Konzentration lesen. Überspringe keine Wörter und achten darauf, dass Du verstehst, was Du liest. Versuche nun auch schon die Fragen zu beantworten, die Du nach der Vorschau erstellt hast. Wie Di sicherlich jetzt schon selbst bei lesen dieses Artikels merkst, wird sich Deine Wahrnehmung und dein Fokus beim Lesen verändern wenn Du die ersten zwei Schritte vorher durchlaufen bist. Du fokussierts Dich beim Lesen auf die relevanten Inhalte – letztendlich ist eine gute Vorbereitung die halbe Miete – das haben wir doch auch irgendwo gelesen 😉

4 Schritt – Reflektieren (Reflect)

Nun ist es an der Zeit, über das Gelesene und seine Bedeutung nachzudenken. Stelle dir auch hier wieder einige Fragen wie z.B.:

  • Wie wichtig ist das für mich?
  • Wie kann ich diese Informationen für meine Kommunikation, Problemlösung oder einen anderen Zweck nutzen?
  • Was denke ich persönlich über diesen Inhalt? ist es für mich bachvollziehbar?

Durch das Reflektieren speicherst Du zusätzlich die Informationen besser ab und verknüpfst sie mit deiner persönlichen Landkarte im Kopf. Reflektieren hilft also auch zusätzlich bei der Speicherung der Informationen! Also diesen Schritt nicht überspringen.

5 Schritt – Aufsagen (Recite)

Rezitiere alle Informationen, die Du aus dem Text gewonnen hast, laut. Wenn Du in einer Gruppe lernst, ist das Rezitieren für dich sogar noch hilfreicher. So kannst Du den anderen zuhören, wie sie die Informationen auf unterschiedliche Art und Weise erläutern. Mache dir Notizen zu allen Informationen. Auch das Rezitieren hilft Dir bei der Speicherung der Informationen. Du musst wissen – je mehr Sinnesorgane genutzt werden, desto besser und länger werden Informationen gespeichert! 

6 Schritt – Wiederholen (Review)

Jetzt kannst Du den Text noch einmal lesen, um die Informationen, die Du zuvor erhalten hast, zu vertiefen und noch besser zu behalten.  Wenn Du die Notizen regelmäßig durchgehst, wird das für dich sehr hilfreich sein. Du musst dich dann nicht jedes Mal neu durchkämpfen.

Lernst Du z.B. ein neues Thema, so kannst Du dir selbst überlegen, wann Du dir deine Notizen nochmal anschaust und dadurch dein Wissen vertiefst. Nach einigen Durchgängen brauchst Du dann die Notizen nicht mehr. Diese Lernmethode ist also auch gut geeignet, um strukturiert Notizen zu erstellen und diese dann zum späteren Zeitpunkt zu nutzen.

Teile diese kurze Anleitung zur PQ4R Lernmethode mit allen Personen, die viel lesen müssen oder wollen 🙂 Es ist eine gute Hilfestellung für Schüler, Studenten und alle die gerne strukturiert und effizient lernen wollen.

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5 Schritte der SQR3-Methode

Die Lesemethode, die jeder kennen sollte: SQR3-Methode

SQR3 ist eine von Francis P. Robinson entwickelte Lesemethode für das Lernen. Sie macht das Lesen und Verstehen eines Textes einfach und effektiv. Diese Lesemethode wurde nach ihren fünf Schritten benannt: Überblick (Survey), Fragen (Questions), Lesen (Read), Rezitieren (Recite) und Überprüfung (Review). Befolge die folgenden Schritte, um zu lernen, wie Du so viele Informationen wie möglich verstehen und behalten kannst. Viel besser, viel schneller und definitiv auch für viel länger!

Denke daran: Die Informationen, die Du beim Lesen gewinnst, sind wichtig. Wenn Du nur “liest”, ohne etwas zu lernen, verschwendest Du einen Großteil deiner Zeit. Trainiere mit SQ3R deinen Verstand, um beim Lesen (automatisch) zu lernen – mit System!


Wie funktioniert die SQ3R-Methode?

Hier nun Du die Erklärung der 5 Schritte.

1. Überblick (Survey)

Wichtige Informationen sammeln und Ziele formulieren

Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme oder das Überfliegen. Lies den Titel und bereite dich auf die weiteren relevanten Informationen vor. Lese dann die Einleitung und die Zusammenfassung – Orientiere dich daran, wie jedes Kapitel in die Zielsetzung des Autors passt, und konzentriere dich auf die wichtigsten Punkte, die der Autor nennt.
Achte auf die fettgedruckten Überschriften und Unterüberschriften – Ordne deine Gedanken, bevor Du mit dem Lesen beginnst und schaffe eine Struktur für die Gedanken und Details, die Du erwartest. Achte auf Grafiken – Schaubilder, Karten, Diagramme usw. – sie sind dazu da, um etwas zu verdeutlichen. Das solltest Du nicht übersehen. Achte auf Lesehilfen – Kursivdruck, Fettdruck, Kapitelziele und die Fragen am Ende des Kapitels. Diese helfen dir beim Sortieren, Verstehen und Merken.

2. Frage (Questions)

Lassen Deine Gedanken und deinen Geist konzentriert arbeiten

Verwandle die fettgedruckte Überschrift jedes Abschnitts in so viele Fragen, wie Du glaubst, dass sie in diesem Abschnitt beantwortet werden sollten. Je besser die Fragen sind, desto besser wird dein Verständnis sein. Du kannst jederzeit weitere Fragen hinzufügen, während Du fortfährst. Wenn Dein Geist aktiv nach Antworten auf Fragen sucht, ist er mit dem Lernen beschäftigt. Generiere Fragen und stelle dir vier grundlegende Fragen zum Inhalt der einzelnen Abschnitte. Hier 4 grundlegende Fragen, die dir dabei helfen könnten:

1. Worum geht es in dem Kapitel?

2. Welche Information unterstützt die Hauptaussage?

3. Was sind die Beispiele oder Anwendungen?

4. Wie kann mir dieses Wissen helfen?

3. Lesen – Jetzt in Abschnitten vorgehen (Read)

Schließe nun die Lücke in der von dir aufgebauten gedanklichen Struktur

Beginne nun aktiv zu lesen und finde die Antworten auf deine Fragen. Mache dir Notizen bei der Beantwortung der Fragen und versuche neue Fragen zu formulieren. In diesem Moment, wo Du neue Fragen notierst, fängt das Lernen an und dein Gehirn verbindet diese “noch losen” Punkte miteinander. Je mehr Verbindungen wir aufbauen, desto besser wird das Wissen abgespeichert. Jetzt lernst Du und liest nicht einfach nur!

4. Rezitiere nun die wichtigsten Punkte (Recite)

Trainiere deinen Verstand, dich zu konzentrieren und beim Lesen zu lernen

Nun ist es an der Zeit, das Buch zu schließen und die wichtigsten Punkte und Antworten auf die Fragen laut zu rezitieren. Wenn Du die Fragen nicht beantworten kannst, schaue dir den Text an und lese ihn noch einmal (so oft wie nötig), bis Du alle Fragen beantworten kannst, aber gehe nicht zum nächsten Abschnitt über, bevor Du die Antworten des vorherigen Abschnitts gefunden hast oder bestimmte Passagen so aufsagen kannst.

5. Überprüfung (Review)

Die gedankliche Gliederung verfeinern und ein gutes Erinnerungsvermögen aufbauen

Unterstreiche und markiere nun die wichtigsten Punkte jedes Abschnitts. Mache weitere Notizen und Randbemerkungen. Wiederhole die gesamte Vorgehensweise von SQR3 für jeden einzelnen Abschnitt. Schreibe dann eine Zusammenfassung des gesamten Kapitels. 

SQR3-Methode

Wann immer Du dich zum Lernen hinsetzt, lese zuerst die Zusammenfassung und gehe dann zum Text über. Wiederhole den Lernprozess häufig und Du wirst recht schnell belohnt.

Teile diese kurze Anleitung zur SQR3-Methode mit allen Personen, die viel lesen müssen oder wollen 🙂 oder schaue Dir auch die anderen Lernmethoden in unserem Blog an. Es ist eine gute Hilfestellung für Schüler, Studenten und alle die gerne strukturiert und effizient lernen wollen.