SOAR Analyse
Kurzbeschreibung & Zweck:
Die SOAR-Analyse (Strengths, Opportunities, Aspirations, Results) dient dazu, die Stärken und Potenziale eines Unternehmens, einer Abteilung oder eines Projekts zu identifizieren, um strategische Ziele und Maßnahmen darauf auszurichten und positive Entwicklungen zu fördern.
Ereignisse
Dimensionen
Aufwand
Kompetenz
Dauer
Rahmenbedingungen & Vorbereitung SOAR Analyse
Du brauchst dafür: Es werden ein Team von Stakeholdern, ein moderierter Workshop, sowie Tools wie Flipcharts, Whiteboards oder digitale Kollaborationstools benötigt.
Vorbereitung: Vorbereitet werden sollten eine klare Zielsetzung für die Analyse, relevante Daten zur Organisation oder dem Projekt sowie eine strukturierte Übersicht der vier Analysebereiche.
Wofür gut geeignet?
Die SOAR-Analyse eignet sich hervorragend für die strategische Planung, da sie die Stärken und Chancen in den Fokus rückt und so eine positive und zukunftsorientierte Ausrichtung ermöglicht. Sie kann in Unternehmen verwendet werden, um Wachstumsstrategien zu entwickeln, Projekte zu planen, Innovationsprozesse zu fördern oder neue Produkte zu positionieren. Darüber hinaus ist die Methode ideal, um Teams zu motivieren und eine gemeinsame Vision zu entwickeln, da sie auf Potenziale und Möglichkeiten fokussiert ist, anstatt auf Schwächen oder Risiken. Auch in der individuellen Karriereplanung oder im Change-Management findet die SOAR-Analyse Anwendung, um gezielt Stärken und Ziele zu priorisieren.
Fragen und Antworten
Die SOAR-Analyse konzentriert sich ausschließlich auf positive Aspekte wie Stärken und Chancen, während die SWOT-Analyse zusätzlich Schwächen und Risiken betrachtet.
Ja, die SOAR-Analyse ist flexibel und kann sowohl in kleinen Teams als auch in größeren Organisationen durchgeführt werden.
Sie fördert eine positive Denkweise, stärkt die Zusammenarbeit und hilft, klare, zukunftsorientierte Strategien zu entwickeln.
Ja, da sie sich auf positive Aspekte konzentriert, können potenzielle Schwächen oder Risiken übersehen werden.
Wie kannst Du es nutzen?
Schritt 1:
Zielsetzung und Team
Zu Beginn wird die Zielsetzung der Analyse definiert, z. B. die Entwicklung einer Wachstumsstrategie. Anschließend wird ein Team von relevanten Stakeholdern zusammengestellt, das sowohl interne als auch externe Perspektiven einbringen kann. Eine klare Moderation und strukturierte Agenda sind entscheidend für den Erfolg. Mit dem Stakeholder-Mapping lässt sich schnell eine passende Übersicht erstellen.
Schritt 2:
Stärken identifizieren
Im zweiten Schritt fokussiert sich das Team auf die Stärken der Organisation, Abteilung oder des Projekts. Dies können interne Fähigkeiten, Ressourcen oder Kompetenzen sein, die einen Wettbewerbsvorteil darstellen. Beispiele könnten eine starke Unternehmenskultur, innovative Technologien oder ein exzellentes Kundenservice sein. Die Stärken werden gesammelt und priorisiert. Mit Impact-Mapping lässt sich auch hier ein passendes Tool einsetzen.
Schritt 3:
Chancen analysieren
Als Nächstes werden externe Chancen untersucht, die das Wachstum oder die Zielerreichung unterstützen können. Dies könnten Markttrends, technologische Entwicklungen oder Partnerschaften sein. Hierbei wird analysiert, wie die identifizierten Stärken genutzt werden können, um diese Chancen optimal zu erschließen. Mit dem Business Model Canvas lassen sich auch hier weitere Details erforschen und erarbeiten.
Schritt 4:
Vision und Ziele formulieren
Im vierten Schritt definiert das Team gemeinsame Aspirations (Ausrichtungen und Wünsche) sowie klare Ergebnisse. Dies hilft, eine langfristige Vision zu schaffen und Ziele festzulegen, die für alle Teilnehmer motivierend sind. Dabei wird eine positive und realistische Zukunftsstrategie erarbeitet. Die Ideen lassen sich sehr gut mit unterschiedlichen Methoden priorisieren und bringen dann noch mehr Klarheit in das Thema.
Schritt 5:
Maßnahmen und Ergebnisse
Abschließend werden konkrete Maßnahmen definiert, die aus den vorherigen Schritten resultieren. Die Ergebnisse (Results) werden messbar gemacht, indem KPIs oder Meilensteine festgelegt werden. Der Umsetzungsplan wird priorisiert und mit Verantwortlichkeiten versehen, sodass eine nachhaltige Strategie entsteht.
Die SOAR-Analyse (Strengths, Opportunities, Aspirations, Results) wurde von Jacqueline M. Stavros, David Cooperrider und D. Lynn Kelley entwickelt. Sie basiert auf den Prinzipien der Appreciative Inquiry (AI), einer positiven und stärkenorientierten Managementmethode.
Die SOAR-Analyse wurde als Alternative oder Ergänzung zur SWOT-Analyse (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats) entwickelt. Während SWOT sowohl Stärken als auch Schwächen betrachtet, fokussiert sich SOAR ausschließlich auf positive Aspekte und Wachstumschancen.